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Skitourengehen für Anfänger

Die richtige Ausrüstung ist beim Skitourengehen unabdingbar. /Bild: Fotolia
Skitourengehen für Anfänger
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Immer mehr Sportbegeisterte versuchen sich im Winter mit Skitouren. Was man bei den ersten Touren alles beachten muss, damit Spaß und Sicherheit nicht zu kurz kommen, wird hier erklärt:

Der Aufstieg

Bei dieser Sportart ist nicht nur der Genuss groß, sondern auch die Gefahrenquellen. Es gilt daher eine verantwortungsvolle Planung und Ausrüstung, um seine ersten Schritte durch den Schnee richtig zu genießen. Um die erste Skitour sicher zu absolvieren, sollte man zusammen mit erfahrenen Skitourengehern seine Tour starten. Wer im Bekanntenkreis keine routinierten Partner findet, kann auf professionelle Guides zurückgreifen oder einen Ausbildungskurs machen. Die ersten Touren sollten am Pistenrand stattfinden. Dabei müssen Skitourengeher auf den Skibetrieb achten und hintereinander, anstatt nebeneinander, gehen. Die Technik ist nicht schwierig: Die Füße bewegen sich Schritt für Schritt wie beim Gehen auf der Straße, nur dass sie mit Ski nicht so weit angehoben werden. Wer die Beine zu hoch hebt, verschwendet schnell mehr Energie als notwendig wäre. Je nach Steigung des Geländes können längere oder kürzere Schritte gemacht werden. Auf geraden Strecken können die Schritte länger dahingleiten, auf steilerem Gelände sind kurze Schritte gefragt. Ab einer Neigung von rund 25 Prozent kann die Steighilfe an der Skibindung höhergestellt werden, damit der Fuß mittig über dem Ski steht und man durch die Gewichtsverlagerung nicht nach hinten wegrutscht. Stöcke helfen dabei, den Körper nach vorne zu stützen und das Gleichgewicht zu behalten.

Abstand bei Pistenquerungen

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Eine wichtige Regel, die auch auf präparierten Skipisten gilt: Die Hände sollten nicht in die Schlaufen der Stöcke gesteckt werden, da sie im Falle eines Unfalls die Verletzungen verschlimmern können, wenn sie nicht abgehen. Besondere Vorsicht ist an Kuppen, Engpassagen, Steilhängen und vereisten Pisten geboten. Bei Pistenquerungen sollten Skitourengeher möglichst einzeln gehen und Abstände zueinander halten. Eine Piste sollte nicht an Stellen gequert werden, die in unübersichtlichen Bereichen liegen.

Die Abfahrt

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Es ist wichtig, sich noch genügend Kraft für die Abfahrt danach aufzusparen und sich seiner Skifähigkeiten sicher zu sein. Wer an seinen letzten Energiereserven zehrt, riskiert Unfälle und Verletzungen. Zusätzlich fährt es sich im Tiefschnee und im freien, unbekannten Gelände anders als auf Pisten. Für Notfälle und Lawinengefahr muss daher jeder Tourengeher ein Lawinenverschüttetensuchgerät, eine Sonde und eine Schaufel mit im Gepäck haben und auch wissen, wie sie funktionieren. Es gibt ein Angebot an bestimmten Kursen zur Schulung und Auffrischung. Da das freie Gelände viele Gefahren birgt, sollten Anfänger ihre Abfahrt deshalb die ersten Male auf präparierten Pisten meistern. Der Deutsche Alpenverein stellte Regeln auf, um zu verhindern, dass sich Skifahrer und Skitourengeher in die Quere kommen. Die Regeln sollte man sich auf jeden Fall vor der Tour einprägen.

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