Diät

So halten stillende Mütter sich selbst und ihr Baby fit

Eine gesunde Ernährung ist während dem Stillen besonders wichtig! /Bild:Fotolia
So halten stillende Mütter sich selbst und ihr Baby fit
Melanie Payerl

Bei jungen Eltern dreht sich in der Regel alles um ihr Baby. Vor allem stillende Mütter sollten sich selbst in dieser aufwühlenden Zeit auch hier und da etwas Gutes tun. Eine gesunde Ernährung, ausreichend Flüssigkeit sowie Ruhe und Entspannung sind dabei besonders wichtig. Michelle Ross, Diätassistentin für klinische Ernährung und Stillzeit im Nationwide Children’s Hospital weiß, dass Muttermilch sehr dynamisch ist. Es gibt viele Mythen, die sich um die Ernährung stillender Mütter ranken. Bestimmte Lebensmittel können sogar die Milchproduktion anregen, wohingegen andere diese hemmen können. Die Ernährung in der Stillphase ist besonders wichtig, da die aufgenommene Nahrung durch die Muttermilch auch an das Baby weitergegeben wird.

Wie viel kann gegessen werden?

gesunde Ernaehrung

Im Durchschnitt sollten Stillende täglich zwischen 300 bis 500 Kalorien zusätzlich mehr essen, verglichen mit der Kalorienmenge, die vor der Schwangerschaft verzehrt wurde. Dabei ist es wichtig, besonders auf seine Ernährung zu achten und auch regelmäßig zu essen.

Was solle Stillende essen?

Wer sich bereits vor und während der Schwangerschaft gesund und ausgewogen ernährt hat, der muss sein Ernährungsverhalten in der Stillzeit vermutlich nicht großartig verändern. Um die Milchproduktion anzukurbeln, sollten Stillende viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Milchprodukte sowie Eiweiß und gesunde Fette in ihre Ernährung integrieren, so Lisa Lewis, MD, Kinderärztin in Fort Worth in Texas. Vor allem die Proteinzufuhr sollte während der Stillzeit nicht zu kurz kommen. Studien haben gezeigt, dass eine erhöhte Proteinzufuhr die Milchproduktion anregt.

Welche Lebensmittel sollten gemieden werden?

Baby

Um Blähungen oder einen wunden Po beim Neugeborenen zu vermeiden, sollten einige Lebensmittel während der Stillzeit nicht verzehrt werden. Manche Nahrungsmittel können den Geschmack der Muttermilch verändern, was im Normalfall aber auch nicht weiter schlimm ist. Dennoch sollte beobachtet werden, wie das Baby auf Milchprodukte oder Weizen reagiert. Atemprobleme, Durchfall sowie Hautreizungen bei Babys können oftmals auf die Ernährung der Mutter während der Stillzeit zurückgeführt werden. Hülsenfrüchte, Knoblauch, Chili und Kohl können bei Babys Blähungen verursachen. Im besten Fall sollte die Kinderärztin oder die Hebamme gefragt werden, welche Lebensmittel gemieden werden sollen, wenn das Neugeborene unter Beschwerden leidet. Oftmals ist es sehr individuell – was der Mutter und dem Baby gut tut darf auch während der Stillphase gegessen werden.