Beauty

Sonnenschutz: Können Pillen mit Sonnencreme mithalten?

Sonnenschutz-Pillen können weder Sonnenbrände noch ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs verhindern. /Bild: Fotolia
Sonnenschutz: Können Pillen mit Sonnencreme mithalten?
Catharina Kaiser

Wer sich gerne in der Sonne bräunt weiß, dass Sonnencreme verpflichtend ist,  um die Haut vor ernsthaften Schäden bewahren zu können. Das bedeutet cremen, cremen, cremen! So lästig das auch sein mag, ist es die einzige Möglichkeit ohne Alternativen – schon gar nicht in Pillenform. Genau dies versprechen jedoch viele Hersteller und bringen somit Verbraucher, die diesen Versprechen glauben, in Gefahr. Aus diesem Grund hat die US-amerikanische Food & Drug Administration (FDA) kürzlich eine Warnung für Sonnenschutz-Pillen und andere Nahrungsergänzungsmittel, die angeblich Sonnenschutz-ähnliche Vorteile hätten, veröffentlicht. „Es wurden viele Produkte gefunden, deren angeblicher Schutz vor UV-Strahlen und Sonnenschäden nicht nachweisbar ist. Die Hersteller setzen die Gesundheit der Menschen auf das Spiel, indem sie den Verbrauchern ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln“, lautet es im Statement. Verbraucher sollten demnach keinesfalls auf das falsche Versprechen, Supplements würden vor Sonnenbränden schützen, hereinfallen.

Sonnenschutz-Pillen vs. Sonnencreme

Sonnenschutz-Pillen können weder Sonnenbrände noch beschleunigte Hautalterung oder ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs verhindern. Trotz einer allgemeinen Rückholaktion, welche von der FDA veranlasst wurde, argumentieren einige Hersteller nach wie vor mit den alten Versprechen. „Es gibt Studien die belegen, dass Sunsafe Rx aus Inhaltsstoffen bestehe, die nachweislich die Haut vor Sonnenschäden schützen können und somit vor allem für empfindliche Haut geeignet sind“, erklärt ein Vertreter von Napa Valley Bioscience. Auf deren Website behauptet das Unternehmen, dass für die Herstellung der Sonnenschutz-Pillen vor allem pflanzliche Inhaltsstoffe verwendet werden, welche die natürliche Abwehr der Haut gegen UV-Strahlen fördern kann. Gleichzeitig sollen freie Radikale bekämpft werden und so die Entzündungen in der Haut reduziert werden. In einem Interview erklärte ein Vertreter der Firma jedoch, dass die Supplements nicht als Sonnenschutz bezeichnet werden dürfen und Verbraucher einen zusätzlichen Schutz auftragen müssen. Angesichts der Tatsache, dass Hautkrebs in den USA als die häufigste Krebserkrankung gilt, ist eine Warnung vor derartigen „Versprechen“ jedoch bitter nötig. Es ist und bleibt unerlässlich sich mit zugelassenen und wissenschaftlich untermauerten Sonnenschutzmitteln zu schützen. „Es gibt weder Sonnenschutz-Pillen noch Kapseln noch Getränke, die eine Sonnencreme ersetzten können“, so die FDA.