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Welchen SPF empfehlen Dermatologen? 

Dermatologen empfehlen einen SPF von mindestens 30. /Bild: Fotolia
Welchen SPF empfehlen Dermatologen? 
Catharina Kaiser

Jetzt wo der Sommer bereits zum Greifen nahe ist, sollte auch die Sonnencreme jederzeit in Reichweite sein. Vor allem dann, wenn die Haut noch fast keine Sonnenstrahlen gewöhnt ist und deshalb umso sensibler reagiert. Obwohl Sonnenschutz die wichtigste Maßnahme gegen Hautkrebs und frühzeitige Hautalterung ist, scheinen viele nach wie vor darauf zu vergessen oder sich nicht ausreichend zu schützen. Dermatologen zufolge ist jedoch nicht nur der Sonnenschutzfaktor (SPF) einer Sonnencreme entscheidend, sondern auch ihr UVA- sowie UVB Schutz.

Welcher SPF passt?

Laut Angaben der British Association of Dermatologists (BAD) können Sonnencremes in vier Kategorien unterteilt werden: Bei einem SPF von 6-14 spricht man von einem geringen Schutz, zwischen SPF 15-29 von einem mittlerem und von SPF 30 bis 50 von einem hohen Schutz. Je höher der Lichtschutzfaktor, desto besser ist die Haut vor einem Sonnenbrand geschützt. Laut Experten sollte man sich allerdings für einen Schutz von mindestens 30 SPF entscheiden. Neben diesem Faktor ist es ebenso wichtig, auf die UVA-Bewertung einer Sonnencreme zu achten. Während SPF vor UVB (ultravioletten B-Strahlen) schützt, geben UVA-Sterne das Ausmaß an, in welchem diese Strahlen der Sonne absorbiert werden. In Bezug auf Hautkrebs sowie Hautalterung sind dies zwei unglaublich wichtige Faktoren. Denn das Eindringen von UVA-Strahlen in den Körper kann die Haut vorzeitig altern lassen und die Exposition gegenüber UVB-Strahlen wird mit einem erhöhten Risiko von Hautkrebs assoziiert. Laut BAD sollte man daher eine Sonnencreme mit einer UVA-Bewertung von mindestens 4 von 5 möglichen Sternen verwenden.

Sonnencreme immer in Reichweite haben

Obwohl die gängige Empfehlung einen Lichtschutzfaktor von 30 vorschlägt, raten Dermatologen dazu, noch etwas mehr Schutz aufzutragen. „Ich empfehle meinen Patienten den höchstmöglichen Lichtschutzfaktor zu verwenden, da die Haut so über einen längeren Zeitraum hinweg geschützt wird“, erklärt Dermatologe Joshua Zeichner. Das gilt auch für Menschen, die nicht wirklich zu Sonnenbränden neigen. Viele der Hautverletzungen, welche durch Sonnenlicht verursacht werden, sieht man nämlich erst Jahre später, wenn es bereits zu spät ist. Neben diesen wichtigen Charakteristiken einer guten Sonnencreme gibt es jedoch eine weitere Sache, auf die man achten muss und diese liegt ganz bei einem selbst. Denn selbst die beste Sonnencreme hilft nur bedingt, wenn sie nicht ausreichend aufgetragen wird. Besonders an Badetagen, wenn man immer wieder ins Wasser geht, müssen Sonnencremes regelmäßig nachgetragen werden. Zudem sollten Sonnencremen nicht zu lange verwendet werden, sondern lieber rasch aufgebraucht werden, um eine effektive Wirkung sicherstellen zu können. Die meisten Lotionen haben beispielsweise eine Haltbarkeit von 12 Monaten.