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SOS: Empfindliche Haut erkennen und richtig pflegen

Empfindliche Haut zu erkennen ist der erste Schritt in Richtung Besserung/ Bild: Fotolia
SOS: Empfindliche Haut erkennen und richtig pflegen
Paulin Klärner

Trockene, zu fettige, oft gerötete, schuppige oder juckende Haut? Pickel, Hautrisse oder entzündete Mitesser? All diese Dinge weisen auf eine sensible Haut hin, die extra viel und perfekt auf sie zugeschnittene Pflege braucht. Empfindliche Haut ist aber manchmal  gar nicht so leicht zu erkennen – schließlich haben wir alle hier und da Probleme mit dem größten Organ des Körpers. Wer zum Beispiel nach einer Tafel Schokolade, einer fettigen Pizza oder am Tag nach einer Mädels-Night mit Rotwein und Cocktails die obligatorischen 3 Eiterpickel bekommt, hat nicht unbedingt sensible Haut – in diesem und ähnlichen Fällen will uns unser Körper einfach nur zeigen, was wir besser nicht allzu oft wiederholen sollten. Wir haben uns die Merkmale von empfindlicher Haut deshalb genauer angesehen.

Wie erkennt man empfindliche Haut?

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Ein Tipp von Dermatologen: Das (ungeschminkte) Gesicht mit lauwarmem Wasser waschen und etwa eine halbe Stunde lang abwarten, wie die Haut reagiert. Spannt, juckt, brennt sie oder weist Rötungen auf, ist das ein Anzeichen für sensible Haut. Dieser Test funktioniert allerdings nur, wenn man gerade nicht sowieso (z.B. aufgrund des Wetters) unter trockener Haut leidet. Meistens wissen Betroffene aber ohnehin, wenn sie an sensibler Haut leiden – schließlich muckt die meistens bei jeder kleinen Reizung auf. Wir haben deshalb die wichtigsten No-Gos und To-Dos für sensible Haut zusammengefasst.

Sensible Haut: Darauf muss man achten

Wenn man darauf Acht gibt, der Haut wirklich nur das zuzumuten, was „sein muss“, kann das schon sehr hilfreich sein. Sensible Haut ist zwar eine Anlage-Sache, gereizt wird sie jedoch meist durch äußere Einflüsse. Spezielles Make-Up für empfindliche Haut und einige Make-Up-freie Tage pro Woche sind hierbei schon ein Schritt in die richtige Richtung. Bei der Pflege darauf zu achten, für fettende, unreine oder trockene Haut die jeweils passenden (dermatologisch getesteten!!!) Produkte zu finden, zahlt sich aus. Sehr oft ist sensible Haut eher trocken und ihre Schutzschicht ineffektiv – so können Stoffe, die die Haut reizen, leichter eindringen und noch mehr Schaden anrichten. Die falsche Pflege macht das Hautbild dann oftmals noch unreiner und gereizter, als es eigentlich sein müsste.

Hautbarriere stärken

Das Ziel ist, die natürliche Hautschutzbarriere langfristig zu stärken – hierbei ist es ratsam, sich individuell von einem Hautarzt/einer Hautärztin oder einem Apotheker/einer Apothekerin beraten zu lassen, Parfümzusätze oder Alkohole grundsätzlich zu vermeiden und immer auf das Schlagwort „sensivite“ zu achten. Bei Sonnenschutz sollte darauf geachtet werden, eine Sonnencreme ohne Parabene und Duftstoffe (am besten aus der Apotheke) zu wählen. Auf Peelings sollte generell besser verzichtet werden, da sie die bereits beleidigte Haut noch mehr reizen können.

Stressbedingte Reaktionen

Bei vielen Menschen wirkt sich auch Stress auf das Hautbild aus. Diese Reaktion ist zwar nervig, kann aber auch als effektive Erinnerung dafür dienen, sich genügend Auszeiten zu nehmen und auf sich Acht zu geben. Wenn die Haut Alarm schlägt, sollte man also auf sie hören und die nötigen Schritte zur Stressreduktion einleiten.

Haut-Tagebuch

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Bei sensibler Problemhaut rät es sich, ein Tagebuch darüber zu führen, wie es der Haut geht, welche Produkte verwendet werden, was gegessen wird und wie es mit dem Stresslevel aussieht. So kann man schneller herausfinden, was der Haut (und dem Körper im Allgemeinen) gut tut und von welchen Angewohnheiten, Lebensmitteln und Pflegeprodukten man besser die Finger lassen sollte.