Gesundheit

Stiftung Warentest warnt vor Spielschleim

Konsumentenschützer warnen vor einer zu hohen Menge an Borsäure im Spielschleim. /Bild: Fotolia
Stiftung Warentest warnt vor Spielschleim
Trixi Kouba

Grünen, glibbrigen Spielschleim hat fast jedes Kind einmal in der Hand. Oft ist der Schleim zusätzlich mit Glitzer verziert und bringt den Kleinen jede Menge Spaß. Stiftung Warentest warnt jetzt jedoch vor den Slimes. Die darin enthaltene Borsäure soll gesundheitsschädlich sein, warnen die Konsumentenschützer.

Stiftung Warentest überprüfte fünf Slimes-Produkte und kam zu dem Schluss, dass der Spielschleim zu viel Borsäure freisetzt. Borsäure verhilft den Slimes zu ihrer unterhaltsamen Konsistenz, ist in größerer Konzentration jedoch schädlich für die Gesundheit. „Alle fünf Schleime geben so viel Bor ab, dass sie gar nicht hätten verkauft werden dürfen“, heißt es von Seiten der Konsumentenschützer. Sie verweisen darauf, dass die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) die Säure als reproduktions-toxisch für den Menschen eingestuft hat. Nach EU-Grenzwerten dürfen Spielzeugprodukte nicht mehr als 300 Milligramm Bor pro Kilogramm freisetzen – eine Menge, die bei den getesteten Slime-Produkten bis auf das Dreifache überschritten wurde.

Die gesundheitlichen Folgen von Borsäure

slime

Kommen Kinder beim Spielen durch Verschlucken oder mit dem Mund von Slimes mit Borsäure in Kontakt, kann es zu Durchfall, Erbrechen und Krämpfen können. Bei Tierversuchen zeigte sich eine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit und der Embryonalentwicklung. Stiftung Warentest mutmaßt, dass von dem geprüften Schleimen wahrscheinlich keine akute Gefahr ausgeht, empfehlen jedoch trotzdem besser die Hände von dem Slime zu lassen.