Stress im Bett: Was tun bei Potenzproblemen ?

Stress ist für viele Menschen Normalzustand - bei Männern kann das zu erheblichen Problemen führen ! /Bild: Fotolia
Stress im Bett: Was tun bei Potenzproblemen ?
Tanja Judmann

Erektionsstörungen bei Stress richtig behandeln

Stress ist in der heutigen Zeit für viele Menschen fast ein Normalzustand. Sie haben Probleme mit ihrem Chef, werden von Mitarbeitern gemobbt, Angst um ihrem Arbeitsplatz, was sich wiederum negativ auf die Beziehung zuhause auswirkt. Plötzlich scheint alles schief zu laufen und der Stresspegel steigt an. Zu guter Letzt funktioniert es nicht einmal mehr im Bett! Doch dieser Abwärtsspirale können Betroffene wieder entkommen.

Die Vergangenheit als Auslöser

Wenn es im Bett nicht mehr funktioniert und der Betroffene sich in einer stressigen Phase befindet, liegt die Vermutung nahe, dass Stress der Auslöser ist. Allerdings ist das nicht immer der Fall! Ein wichtiger Hinweis auf Stress als Übeltäter ist, dass der Mann zwar noch masturbieren kann, beim Sex jedoch nichts passiert.

Nicht nur akute Umstände in der Gegenwart können dazu führen, dass Sex in Stress ausartet. Wer in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit seinem Partner im Bett gemacht hat, kann das oft nur schlecht vergessen.

Eine glückliche Kindheit bildet den Grundstein für ein gutes Selbstwertgefühl. Aber nicht jeder Mann bekommt von seinen Eltern das Gefühl vermittelt, dass er gut und ausreichend ist, so wie er ist. Bei einem geringen Selbstwertgefühl setzen sich die Betroffenen oft unter starken Druck, was zu Erektionsstörungen führt.

Behandlung von Erektionsstörungen bei Stress

Um diesem Kreislauf zu entkommen, bieten sich verschiedene Schritte an:

In den meisten Fällen weiß der Partner nicht von den Problemen des Betroffenen. Anstatt sich zu öffnen und miteinander zu sprechen, verzieht sich der Betroffene und macht dicht. Im Gespräch hingegen entsteht Verständnis für die Situation des anderen und es lassen sich gemeinsam Lösungen finden.

Wer nicht sicher ist, ob es sich um Erektionsstörungen durch Stress handelt oder ob andere Gründe ursächlich sind, sollte sich von seinem Hausarzt untersuchen lassen. Er kann je nach Diagnose eine Behandlung in die Wege leiten oder zu einem Spezialisten überweisen.

Handelt es sich um eine stressige Phase im Leben des Mannes, deren Ende absehbar ist, ist es vorstellbar, sie mit einem Potenzmittel zu überbrücken. So ist es möglich, wieder etwas Normalität in den Beziehungsalltag zu bekommen.

Bei länger andauernden Perioden sind jedoch andere Maßnahmen sinnvoller:

  • Bei einem geringen Selbstwertgefühl bieten sich verschiedene Übungen als Einstieg an, um sich wertvoller und stärker zu fühlen.
  • Mit einem Psychologen lassen sich Depressionen oder Burnout-Syndrom leichter aufarbeiten.
  • Unter Umständen ist es sinnvoller, sich an einen Sexualtherapeuten zu wenden, wenn die Ursache tatsächlich im Bett zu finden ist.
  • Um zukünftig leichter mit Stress umzugehen, ist es ratsam, eine Entspannungsmethode wie autogenes Training oder Yoga zu praktizieren.