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Studie: 4-Tage-Woche macht Menschen glücklicher und produktiver

Eine neuseeländische Studie zeigt, dass die 4-Tage-Woche zahlreiche Vorteile bringt/ Bild: Fotolia
Studie: 4-Tage-Woche macht Menschen glücklicher und produktiver
Paulin Klärner

Eine Firma in Neuseeland hat für ein 2-monatiges Experiment die Arbeitszeit von der 5-Tage-Woche auf eine 4-Tage-Woche bei gleichbleibendem Gehalt reduziert und die Ergebnisse gemeinsam mit Forschern der University of Auckland und der Auckland University of Technology in einer Studie zusammengefasst. Das Fazit: Die Produktivität der Mitarbeiter stieg um 20 Prozent, Angestellte und Vorgesetzte waren besser gelaunt und der Team-Zusammenhalt wurde gestärkt.

Macht die 4-Tage Woche zufriedener?

„Das ist eine Idee, deren Zeit nun reif ist“, sagt Andrew Barnes, der Gründer und Chef der neuseeländischen Finanz- und Immobilienfirma „Perpetual Guardian“ und meint weiters: „Wir müssen mehr Firmen dazu bringen, dieses System auszuprobieren. Sie werden über die zahlreichen Verbesserungen innerhalb der Firma, unter den Angestellten und im weiteren Umfeld überrascht sein“. Barnes hat nach dem Experiment eine Liste mit wichtigen Schritten für die Realisierung des 4-Tage-Modells veröffentlicht.

Lässt die Produktivität mit der 4-Tage-Woche nach?

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Die größte Sorge der Arbeitgeber sei, dass die Produktivität durch die Kürzung der Arbeitsstunden sinke. „Um dies zu verhindern, haben wir viel Zeit damit verbracht, sicherzustellen, dass jede Person im Team ihren individuellen Plan hat, was genau zu tun ist, um das Produktivitäts-Level beizubehalten“, erklärt Barnes. Laut Befragungen verbrachten die meisten Arbeitnehmer den freien Tag mit Familie und Freuden, beim Sport, um zu lernen, aufzuräumen oder einfach gemütlich auf der Couch vor dem Fernseher zu entspannen. Laut Barnes teilten die Manager der Firma außerdem mit, dass ihre Teams während des Projekts kreativer und ausgeglichener waren. Die Anzahl der Angestellten, deren Privat- und Berufsleben dem eigenen Empfinden nach in Balance ist, stieg von 54 auf 78 Prozent, das Stresslevel sank um insgesamt 7 Prozent.

Jarrod Haar, Professor des Human Resource Management an der Auckland University of Technology schreibt in der Studie: „Neben allgemein gesteigertem Wohlbefinden, gaben die Angestellten an, dass sich der Teamzusammenhalt verbesserte, sie zufriedener mit ihren Jobs waren und das Gefühl hatten, das was sie tun, macht einen Sinn“. Die Ergebnisse der Studie fielen so gut aus, dass die Firma die 4-Tage-Woche laut Medienberichten beibehalten wolle.