Gesundheit

Studie bestätigt: Regelschmerzen machen beschränkt leistungsfähig

Wie extrem sich Regelschmerzen auf das Leben von Frauen auswirken können bestätigt eine niederländische Studie/ Bild: Fotolia
Studie bestätigt: Regelschmerzen machen beschränkt leistungsfähig
Paulin Klärner

Regelschmerzen können in vielen Bereichen des Alltags einschränkend sein – so auch im Job. Leidet Frau unter Krämpfen, Migräne, allgemeinem Unwohlsein oder einem der vielen anderen möglichen Symptomen, die während der Regel auftreten können, kann sich dies wenig verwunderlich auch auf die Produktivität und Kreativität am Arbeitsplatz auswirken. Das zeigt auch die neue Studie „Productivity loss due to menstruation-related symptoms“, für die 32.748 niederländische Frauen zwischen 15 und 45 Jahren befragt wurden. Die Probandinnen gaben hierfür detaillierte Angaben zu ihrem Zyklus und Wohlbefinden während der Regel sowie zu Krankmeldungen aufgrund von Regelbeschwerden.

Manche leiden mehr, andere weniger – die meisten bleiben „hart“

Die Ergebnisse zeigen, dass sich Regelschmerzen ganz unterschiedlich stark auf den Alltag der befragten Frauen auswirken – von leichten Krämpfen bis hin zu quälenden Schmerzen, die alltägliche Aufgaben unmöglich machen. 3,5 Prozent der Frauen gaben an, aufgrund der Schmerzen bereits ÄrztInnen aufgesucht zu haben. Trotzdem, für die wenigsten TeilnehmerInnen kam eigenen Angaben zufolge Krankschreiben während der Periode infrage. Diese Entscheidung, „durchzubeissen“, wirkt sich allerdings wenig verwunderlich negativ auf die Produktivität am Arbeitsplatz aus. Wenn Frauen entscheiden, sich krankschreiben zu lassen, geben diese beim Arbeitgeber/der Arbeitgeberin laut Studie jedoch selten den wahren Grund für ihr Fernbleiben bekannt und schieben andere – wie z.B. eine Grippe – vor. „Wie tabuisiert dieses Thema weiterhin ist, zeigt sich daran, dass Frauen mit Menstruationsbeschwerden noch immer stark dazu neigen, trotz Schmerzen in die Arbeit zu gehen“, meinen auch die ForscherInnen.

Zwickmühle Zyklus

Es wurde bereits über die Möglichkeit diskutiert, berufstätigen Frauen einmal im Monat bei Bedarf die Möglichkeit für „regelfrei“ zuzugestehen. Dies klingt zwar erstmal nach einer sinnvollen Idee, die Umsetzung könnte jedoch dazu beitragen, dass Frauen am Arbeitsmarkt noch mehr benachteiligt werden, da ArbeitgeberInnen damit rechnen müssen, sie monatlich für ein paar Tage entbehren zu MÜSSEN. Dies könne sich laut KritikerInnen des Models weiter negativ auf den ohnehin schon problematischen Gender Gap in der Berufswelt auswirken.