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Studie: Ein glücklicher (Ehe-)Partner kann das eigene Leben verlängern

Dass eine glückliche Ehe wertvoll für die Gesundheit ist, liegt auf der Hand. Eine Studie konnte nun auch einen Zusammenhang zwischen Zufriedenheit des Partners und Lebensdauer nachweisen. /Bild: Fotolia
Studie: Ein glücklicher (Ehe-)Partner kann das eigene Leben verlängern

Für viele Menschen nimmt das Konzept der romantischen Paarbeziehung oder auch der Ehe einen hohen Stellenwert im Leben ein. Eine neue, im Psychological Science, einer Zeitschrift der Association for Psychological Science, publizierte Studie kommt nun zu interessanten Ergebnissen: Dass ein glücklicher (Ehe-)partner auch mit einem längeren Leben in Verbindung stehen kann.

Lebenszufriedenheit als wichtiger Gesundheitsfaktor

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Konkret konnte im Rahmen der Studie ein Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit in der Ehe und der Sterblichkeit aufgezeigt werden. Die Zufriedenheit war dabei unabhängig von demographischen, gesundheitlichen oder auch sozioökonomischen Merkmalen des Ehepartners, so die Studienautorin Olga Stavrova, Forscherin an der Universität Tilburg in den Niederlanden. Einen besonders wichtigen Indikator für die Sterblichkeit stellte die Lebenszufriedenheit der Ehepartner der Teilnehmer dar. Dabei zeigte sich, dass Teilnehmer, welche anfangs einen glücklichen Partner hatten, in den darauffolgenden acht Jahren einer geringere Sterblichkeit aufwiesen als jene, welche unglücklichere Partner hatten.

Gesünder durch einen glücklichen Partner?

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Aus der Studie lässt sich klar ablesen, dass das unmittelbare soziale Umfeld – in diesem Fall der Ehepartner– die Gesundheit des Einzelnen stark beeinflusst. Dabei sollten sowohl die Persönlichkeit, als auch das Wohlbefinden der Menschen im nahen Umfeld berücksichtigt werden. Begründen lassen sich die Studienresultate damit, dass die allgemeine Lebenszufriedenheit allgemein mit Verhaltensweisen korreliert, die die Gesundheit beeinflussen. Als Beispiele sind hier auch die Faktoren Ernährung und Bewegung zu nennen. So beeinflussen sich Partner in positiver wie negativer Hinsicht: Pflegt etwa ein Ehepartner einen gesunden, bewussten und aktiven Lebensstil, so prägt dies auch den anderen, bzw. motiviert ihn. Umgekehrt lassen sich Menschen jedoch auch von einem ungesunden Lebensstil „anstecken“.

Umfassende Datenerhebung

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Die Daten entstammten einer national repräsentativen Umfrage unter etwa 4.400 über 50 Jahre alten Paaren in den USA. Dabei wurden Daten über Teilnehmer, die Ehepartner oder deren Lebenspartner gesammelt. Bis zu 8 Jahre lang berichteten die Teilnehmenden und ihre Partner über die Lebenszufriedenheit sowie verschiedene Faktoren, von welchen angenommen wurde, dass sie mit der Sterblichkeit korrelieren. Dabei wurden ebenso Faktoren wie die wahrgenommene Partnerunterstützung sowie die Häufigkeit körperlicher Aktivität berücksichtigt. Darüber hinaus führten sie auch eine selbst bewertete Gesundheitsmaßnahme durch und legten Informationen über ihre Morbidität, welche an ärztlich diagnostizierte chronische Erkrankungen gemessen wurde, dar. Ebenso gaben sie Informationen zu ihrem Geschlecht, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrem Alter zu Beginn der Studie, ihrer Partnersterblichkeit sowie zu ihrem Haushaltseinkommen an.

Die Resultate:

Unter den 16% der Teilnehmer, die nach acht Jahren starben, waren Tendenzen zu erkennen, dass jene älter, männlich, wenig wohlhabend und wenig gebildet sowie weniger körperlich aktiv und in einem schlechteren allgemeinen Gesundheitszustand waren. Ebenso hatten sie zuvor auch über eine geringere Lebenszufriedenheit und einen Partner, der auch eine geringere Lebenszufriedenheit aufwies, berichtet.“Diese Forschung könnte Auswirkungen auf Fragen haben, auf welche Attribute wir bei der Auswahl unseres Ehepartners oder Partners achten sollten und ob Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil eher Paare (oder Haushalte) als Einzelpersonen ansprechen sollten„, so Stavrova.