Gesundheit

Studie: Erhöhtes Risiko für eine Hirnblutung durch Rauchen und hohen Blutdruck

Mit dem Rauchen aufzuhören, kann sich positiv auf das Herz-Kreislauf System auswirken!/Bild:Fotolia
Studie: Erhöhtes Risiko für eine Hirnblutung durch Rauchen und hohen Blutdruck
Julia Haberl

Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sind in unserem Land stark verbreitet. Eine Hirnblutung kann sich als Schlaganfall äußern. Meist werden dabei Regionen im Gehirn beeintächtigt, welche für die wesentlichen Lebensfunktionen zuständig sind. Die Tendenz für solche Erkrankungen ist mitunter auf genetische Faktoren und auch auf den Lebensstil zurückzuführen. Folgen eines Schlaganfalls sind meist fatal: Ein Drittel der Betroffenen stirbt daran und ein weiteres Drittel bleibt ein Pflegefall – ist somit lebenslang auf fremde Hilfe angewiesen. Um körperliche Folgeschäden möglichst gering zu halten, ist es notwendig, so schnell wie möglich das nächstgelegene Krankenhaus aufzusuchen. Jede Minute zählt!

Neue Studie der Universitätsmedizin Mannheim

Eine Studie der Neurochirurgischen Klinik an der Universitätsmedizin Mannheim analysierte die Häufigkeit des Auftretens von Hirnblutungen, sowie Beeinflussung dieser Krankheit durch die Faktoren Rauchen und Bluthochdruck. Laut der Studie gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Hirnblutungen und den zwei genannten Faktoren. Generell ist die Inzidenz in den letzten Jahren zurückgegangen, weltweit sogar um fast 40 Prozent. In Europa sind es 41 Prozent. Weitere Einflussgrößen für eine Hirnblutung sind das Alter und das Geschlecht. Das Risiko bei Frauen ist etwas höher und steigt für Männer und Frauen mit zunehmenden Alter. Die Studie stützt auch die Maßnahmen zur Ergreifung von präventiven Maßnahmen, um die Gefahr für die Entstehung von Hirnblutungen zu reduzieren.

Präventive Maßnahmen

Herz

Um also eine Risikominimierung gewährleisten zu können, haben wir hier einige Tipps zusammengefasst. Wenn familiär bedingte Krankheiten vorliegen oder genetisch eine erhöhte Inzidenz herrscht, sollten regelmäßig Arztbesuche vereinbart werden. Durch einige Tests kann schnell festgestellt werden, ob man selbst einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgesetzt ist. Mit cholesterinarmer und ballaststoffreicher Kost ist eine optimale Nährstoffversorgung gegeben. Das heißt: weniger tierische Produkte (Fleisch, Eier, Butter) und dafür mehr Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Auf den Konsum von Alkohol und Nikotin sollte verzichtet werden. Eine Reduktion des Körpergewichts wirkt sich ebenso positiv auf die Einschränkung von Risikofaktoren aus. Meist ist es das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, welches zur Entstehung einer solchen Erkrankung führt. Deshalb sollte man seinen eigenen Lebensstil kritisch betrachten und wenn möglich, gemeinsam mit einem Arzt nach Lösungen zur Risikominimierung suchen. Medikamente, Operationen und Rehabilitation sind weitere Maßnahmen, die vor, während oder nach einer Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems dem Patienten verordnet werden können. Besser wäre jedoch, wenn schon vorher darauf geachtet wird, dass man sich und den eigenen Körper soweit fit und gesund erhält, um diese fortgeschrittenen Maßnahmen verhindern zu können.