Ernährung

Studie gibt Entwarnung für Pommes Liebhaber

Eine Studie behauptet, der Verzehr von Pommes erhöht das Sterberisiko um 50 % - stimmt das ? /Bild: Fotolia
Studie gibt Entwarnung für Pommes Liebhaber
Catharina Kaiser

Pommes sind schon eine unfassbar leckere Angelegenheit und verzaubern sogar die Geschmacksknospen des einen oder anderen Gourmets. Man denke nur an Pommes mit Kreuzkümmel oder Basilikumdressing. Doch so verlockend es auch klingen mag, die kleinen frittierten Kartoffelstreifen zählen zu den wirklich ungesündesten Speisen. Leider ist es also, wie bei so vielen anderen Dingen, auch hier nicht anders: Schmeckt lecker, schadet aber dem Körper. Eine neue Studie trieb den Effekt vom Pommeskonsum sogar auf die Spitze und erklärte, dass der Verzehr zum Tod führen könnte. Bevor Liebhaber der salzig knusprigen Pommes nun gleich den Kopf in den Sand stecken, sollte das Ergebnis etwas näher analysiert werden. Ganz so tragisch sei es nämlich dann doch nicht.

Pommes als Risikofaktor ?

Im Rahmen einer, im American Journal of Clinical Nutrition, veröffentlichte Langzeitstudie analysierten Forscher aus Großbritannien und Europa die Essgewohnheiten von 4.400 Nordamerikanern. Die Teilnehmer waren über den Verlauf der Studie zwischen 45 und 79 Jahre alt. Während dieser 8-jährigen Beobachtung verstarben 236 der Testpersonen und unter diesen stellten die Forscher eine überraschende Gemeinsamkeit fest: Teilnehmer, die zumindest 2 Mal wöchentlich, eine Variante von Pommes konsumierten, wiesen ein 50 % höheres Sterberisiko auf, als jene die auf frittierte Kartoffeln verzichteten. Allerdings sollte dabei berücksichtigt werden, dass diese Verbindung nur zu frittierten Kartoffeln, nicht Kartoffeln im Allgemeinen, gezogen werden kann. Tatsächlich waren jene Teilnehmer die gekochte oder gedämpfte Varianten verspeisten nicht von einem höheren Risiko betroffen. Prinzipiell ist das Gemüse, sofern es nicht in Fett herausgebraten wird, sogar ziemlich gesund und enthält eine Menge wichtiger Nährstoffe wie auch Vitamine.

Pommes ≠ Kartoffeln

Es ist daher wichtig festzuhalten, dass die Forscher schlicht einen Zusammenhang zwischen Pommes und einem erhöhten Sterberisiko feststellen konnten. Die Studie liefert allerdings keinesfalls eine Warnung dafür, dass Pommes an sich tödlich wären. Das wäre auch etwas sehr übertrieben. Dennoch wird es weitere Studien benötigen um die tatsächlichen Verbindungen herausfinden zu können. Möglicherweise spielen dabei nämlich andere Faktoren eine wichtige Rolle: Beispielsweise dass der Konsum solch fettiger Lebensmittel auf eine allgemein ungesunde Ernährung hindeutet. Ebenso wäre es möglich, dass das mit einem gesundheitsschädlichen Lebensstil in Verbindung gebracht werden könnte, oder der häufige Verzehr von Pommes schlichtweg negative Auswirkungen auf die Herzgesundheit hat.

Vorläufig besteht daher kein Grund zu Sorge und man kann sich knusprigen Kartoffelspalten weiterhin ohne Panik schmecken lassen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie in Maßen genossen werden und auf eine gute Qualität geachtet wird.