Gesundheit

Studie: Ist Knoblauch bei Multipler Sklerose hilfreich?

Studie: Ist Knoblauch bei Multipler Sklerose hilfreich?
Julia Haberl

Bei Multipler Sklerose spricht man von einer Entzündung des Zentralen Nervensystems. Die Autoimmunerkrankung hat einen chronischen Verlauf und kann im schlimmsten Fall zu schweren Behinderungen führen. Die Beschwerden können plötzlich auftreten oder sich kontinuierlich fortentwickeln. Bei dieser Erkrankung ist die Nervenweiterleitung gestört. Symptome sind: Gefühlsverlust, Kribbeln, Störung der Sehkraft, Verdauungsprobleme und Müdigkeit. Die Krankheit tritt zwar eher weniger häufig auf, in den letzten Jahren ist es aber zu einem Zuwachs der Neuerkrankungen gekommen. Als Ursache für die Autoimmunerkrankungen vermutet man das Zusammenwirken von genetischen Faktoren und Umweltfaktoren. Die Krankheit ist nicht ansteckend, kann also nicht durch Kontakt übertragen werden.

Studie

Spanische Wissenschaftler haben nun ermittelt, ob sich der Konsum von Knoblauch positiv auf die Therapie der Erkrankung Multiple Sklerose auswirken kann. Knoblauch enthält schwefelhaltige Substanzen, die antibakteriell wirken. Mittels Tierversuch wurden diese Analysen durchgeführt. Es wurde den Mäusen verschiedene Substanzen injiziert und dann beobachtet, wie sich ihr Organismus verhält. Bei den Mäusen wurde auch analysiert, wie stark ausgeprägt die entsprechende Form der Multiplen Sklerose ist. Die Darmflora wurde untersucht, um mögliche Schädigung in diesem Bereich zu ermitteln. Neben dem Wirkstoff wurde noch ein weiterer Wirkstoff gegen Zellstress bei den Tieren angewandt. Der Wirkstoff des Knoblauch konnte bei der Therapie hingegen bessere Ergebnisse erzielen.

Zusammenfassung

Knoblauch hat zahlreiche positive Wirkungen auf den menschlichen Organismus und wurde schon früh in der Naturheilkunde verwendet. Bei der Therapie von Multipler Sklerose mit Knoblauch beim Menschen ist jedoch noch Vorsicht geboten. Tierversuche dienen zwar gut als Anhaltspunkt für die Wirkung von Stoffen auf einen Organismus, können aber nicht automatisch auf den menschlichen Körper übertragen werden. Deshalb sind noch weitere Analysen und Experimente notwendig, um die tatsächliche Wirkung auf die Autoimmunerkrankung festzustellen.