Studie: Kiffer haben häufiger Sex

Kiffer sollen faul sein ? Stimmt gar nicht ! /Bild: Fotolia
Studie: Kiffer haben häufiger Sex
Trixi Kouba

Kiffer sollen faul sein? Von wegen! Eine Studie der Stanford University zeigte nun: Cannabis-Konsumenten haben sogar mehr Sex als Gras-Gegner.

Freunde des grünen Krauts haben laut amerikanischen Wissenschaftlern um 20 Prozent mehr Sex als Menschen, die kein Cannabis konsumieren. Die Forscher warnen allerdings vor einer Missinterpretation der Ergebnisse, in der viel Sex als Folge von Cannabiskonsum gesehen wird. Zu diesen Ergebnissen kamen die Forscher durch eine Befragung. Teilnehmer wurden gefragt, wie oft sie in den letzten vier Wochen Geschlechtsverkehr praktizierten und wie häufig sie in den letzten 12 Monaten Marihuana geraucht hatten.

Steigert tägliches Kiffen die Libido ?

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Frauen, die täglich zu einem Joint griffen, hatten demnach 7,1 Mal Sex in den letzten vier Wochen. Jene Damen, die dem Marihuana abgeneigt gegenüberstehen, hatten nur 6 Mal die Woche Sex. Auch beim anderen Geschlecht zeigte sich diese Tendenz: Tägliche Konsumenten von Marihuana gaben an 6,9 Mal die Woche Sex zu haben. Männer ohne Cannabiskonsum im Alltag hatten nur 5,6 Mal die Woche Sex. In anderen Worten bedeutet das: Kiffer haben rund 20 Prozent mehr Sex als Abstinente. Analysiert wurden Daten von rund 50.000 Amerikanern zwischen 25 und 45 Jahren aus dem Zeitraum von 2002 bis 2015. Senior-Autor der Studie, Dr. Michael Eisenberg, warnt allerdings vor falschen Auslegungen dieser Ergebnisse. Es wurde während der Untersuchung nicht bewiesen, dass der Marihuana-Konsum die Ursache für eine ausgeprägtere Libido ist.

Die Strafgesetzlage

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Derzeit ist Cannabis für medizinische Zwecke in 29 Bundesstaaten in den USA sowie in der Stadt Washington D.C. legal. Die Mehrheit der von dem Meinungsforschungsinstitut Gallup befragten Amerikaner befürwortet erstmals auch eine Legalisierung in den USA. In Österreich kam es 2016 zu einer liberaleren Umgangsform mit dem Konsum von Cannabis. Bei erstmaligen Vergehen mit dem Besitz von Cannabis für den Eigenkonsum werden Strafverfahren normalerweise eingestellt und ein therapeutisches Gespräch zur Aufklärung bevorzugt, welches der Gesundheitsbehörde untersteht. Bis zu 20 Gramm reines THC gelten hier als Eigenbedarf, das können aufgerechnet zwischen 200 und 400 Gramm Gras sein. In Deutschland ist der Besitz, Verkauf und Anbau von Cannabis strafbar. Handelt es sich allerdings um geringe Mengen, wird auf eine strafrechtliche Verfolgung verzichtet. Der Konsum selbst ist straffrei. Was als geringe Menge für den persönlichen Gebrauch gilt, ist in jedem Bundesland unterschiedlich. Ärzte dürfen Cannabis für medizinische Zwecke per Rezept verschreiben.