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Studie: Lavendelöl als wirksame Hilfe bei Ängsten und Angststörungen

Lavendel ist vor allem sehr schön anzusehen. Sein wertvolles Öl punkte laut einer Studie bei einer regelmäßigen Einnahme in Kapselform mit einer effektiv beruhigenden Wirkung sowie einem geringen Nebenwirkungsprofil. /Bild: Fotolia
Studie: Lavendelöl als wirksame Hilfe bei Ängsten und Angststörungen

Angststörungen oder auch sporadische Angstzustände werden häufig mit synthetischen Medikamenten wie Antidepressiva oder Beruhigungsmitteln aus der Gruppe der Benzodiazepine behandelt. Doch manchmal können auch pflanzliche Wirkstoffe eine gute und vor allem nebenwirkungsfreie bzw. nebenwirkungsarme Alternative bei Angst, Nervosität und Unruhe darstellen. Vor allem Lavendelöl, eingenommen als Kapsel, könne Angstzustände sowie Schlafstörungen sanft, jedoch effektiv lindern, so eine Studie.

Sanfte Unterstützung aus der Natur

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Lavendel ist nicht nur optisch eine Augenweide: Seit jeher bewährt hat sich sein entspannender Duft bei Angst- und Unruhezuständen. Doch könnte auch Lavendelöl eine beruhigende Wirkung verbreiten? Wissenschaftler untersuchten die therapeutische Wirksamkeit eines Lavendelölpräparats, Silexan (80mg-Kapseln). Berücksichtigt wurden im Rahmen der Studie auch klinische sowie auch vorklinische, im Tiermodell angelegte Studien. In fünf der recherchierten Studien wurde eine Behandlung mit Lavendelöl über einen Zeitraum von 6 oder 10 Wochen durchgeführt. Dabei stand als Wirkungsziel eine Linderung von Angstsymptomen im Fokus, welche mit der „Hamilton Angstbewertungsskala“, kurz „HAM-A“, ermittelt wurden. Ebenso wurden hierbei die begleitende Schlafqualität sowie depressive Symptome berücksichtigt.

Beruhigende Ergebnisse

Die Resultate der Studie lassen sich im Hinblick auf die Wirkung des Lavendelöls als erfreulich einschätzen. Bereits nach einer Behandlung von zwei Wochen stellte sich bei Studienteilnehmern mit unterschwelliger Angst sowie auch bei jenen mit einer generalisierten Angststörung eine angstlösende Wirkung ein. Verglichen mit einer Placebo-Behandlung kam es bei der Lavendelöl-Behandlung zu einem deutlichen Absinken der HAM-A- Messwerte. Besonders aussagekräftig war dies bei Studienteilnehmern, welche an unterschwelligen Ängsten litten, jedoch auch jene mit einer generalisierte Angststörung profitierten von einer guten Wirkung. Letztere wäre bezüglich der Effektstärke laut Studie sogar mit dem Benzodiazepin Lorazepam oder dem Antidepressivum Paroxetin vergleichbar. Nicht zuletzt konnte resultierend aus der Behandlung auch eine Verbesserung der Schlafqualität sowie der psychosomatischen Beschwerden, der begleitenden Depressionen sowie der Lebensqualität erkannt werden.

Nebenwirkungen nur in milder Ausprägung

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  1. Verglichen mit chemisch-synthetischen Beruhigungsmitteln und Antidepressiva lässt sich bei den untersuchten Lavendelölkapseln – in der täglichen Gabe von 80 0der 160mg– nur ein geringes Nebenwirkungsprofil feststellen. Unter den Nebenwirkungen finden sich laut Studie lediglich leichte Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, jedoch keine Arzneimittelwechselwirkungen. Auch Sedierungs- oder blieben in der getesteten Tagesdosis aus, wodurch sich Lavendelöl insgesamt durch ein gutes Wirkung-Nebenwirkung-Verhältnis auszeichnet.