Gesundheit

Studie: Natur schützt Kinder vor späteren Depressionen

Laut einer aktuellen Studie beugt "Grünkraft" Depressionen vor/ Bild: Fotolia
Studie: Natur schützt Kinder vor späteren Depressionen
Paulin Klärner

Eine dänische Studie bestätigt, was schon lange Zeit vermutet wird: In der Natur aufzuwachsen, hat nicht nur positive Auswirkungen auf den kindlichen Körper, sondern auch auf die Psyche von Heranwachsenden. Demnach entwickeln Menschen, die als Kinder viel draußen gespielt haben, später sogar seltener Depressionen.

Studie bestätigt: Grün tut der Seele gut

woods

Forscher der Universität Aarhus haben für ihre im Fachjournal „PNAS“ veröffentlichte Studie in den Jahren von 1985 bis 2013 mithilfe von Satellitenaufnahmen Elternhäuser in Dänemark unter die Lupe genommen. Anschließend wurden die Daten von rund einer Million Dänen untersucht, um herauszufinden ob das Risiko, an bestimmten psychischen Erkrankungen zu leiden mit dem Umfeld, in dem man aufgewachsen ist zusammenhängen könnte.

Die Ergebnisse:

Menschen, die in ihrer Kindheit umringt von Parks, Wäldern und anderen Grünflächen groß geworden sind, wiesen ein 55% geringeres Risiko auf, an Depressionen zu erkranken. „Mit unserem Datensatz zeigen wir, dass das Risiko der Entwicklung einer psychischen Störung schrittweise abnimmt, je länger man von der Geburt an bis zum Alter von zehn Jahren von Grünflächen umgeben ist (…) Grünflächen sind in der Kindheit deshalb extrem wichtig, schreibt Studienleiterin Kristine Engemann. Dabei sei es prinzipiell egal, ob Kinder in der Stadt oder am Land aufwachsen – solange sie die Möglichkeit haben, regelmäßig draussen im Grünen zu spielen.