Bewegung

Studie: Risiko für Diabetes Typ 2 durch Sport reduzieren

Kraft- und Ausdauersport können das Risiko für Diabetes Typ II senken!/Bild:Fotolia
Studie: Risiko für Diabetes Typ 2 durch Sport reduzieren
Julia Haberl

Diabetes ist eine weit verbreitete Stoffwechselerkrankung. Es gibt 2 verschiedene Formen. Bei Diabetes Typ 1 wird vom Körper nicht genug Insulin produziert, welches für die Senkung des Blutzuckerspiegels notwendig ist. Beim Typ II Diabetiker wird zwar ausreichend Insulin produziert, dieses kann aber nicht wie gewünscht an den Zellen wirken. In beiden Fällen kommt es zum Anstieg des Blutzuckerspiegels im Blut. Glukose wird teilweise über den Harn ausgeschieden. Dies hat ein starkes Durstgefühl und das Ausscheiden große Harnmengen zur Folge. Beides sind Warnsignale des Körpers, dass etwas nicht stimmt! Darum sollte unbedingt ein Arzt oder ein Krankenhaus aufgesucht werden. Unbehandeltes Diabetes kann unserer Gesundheit schaden und die Entstehung von lebensgefährlichen Krankheiten (Schlaganfall, Herzinfarkt) fördern.

Behandlungsmaßnahmen

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Zur Behandlung von Diabetes kann eine Insulintherapie, Ernährungstherapie und Bewegungstherapie verordnet werden. Die Insulintherapie ist hauptsächlich für Diabetes Typ I von großer Bedeutung. Bei Diabetes Typ II können auch eine Ernährungs- und Bewegungstherapie zu gewünschten Erfolgen führen. Bei einer Ernährungstherapie muss besonders auf die Zuckerzufuhr geachtet werden. Es sollten nur Lebensmittel konsumiert werden, die zu einem langsamen Anstieg des Blutzuckers führen. Außerdem gibt es spezielle Diabetikerlebensmittel, die als Alternativen eingesetzt werden können. Diabetes Typ II ist relativ gut behandelbar. Eine Lebensstilmodifikation ist in den meisten Fällen unumgänglich. Dazu gehört Gewichtsmanagement, ausreichend Bewegung im Alltag und die Vermeidung von weiteren Risikofaktoren (Rauchen, Alkohol).

Aktuelle Studie

In einer Studie von chinesischen und amerikanischen Wissenschaftlern wurde die Auswirkung von Sport auf die Entwicklung der Stoffwechselerkrankung untersucht. Die Teilnehmer wurden in 4 Gruppen unterteilt. Eine Gruppe verübte Krafttraining, eine Gruppe nur Ausdauertraining und eine weitere führte ein Kombinationstraining beider Sportarten durch. Die vierte Gruppe betreibt gar keine Sportart und dient dem Studienergebnis als Vergleichsgruppe. Alle 3 Trainings führten zu einer Verringerung des Risikos für die Entstehung von Diabetes Typ II. Die besten Erfolge konnten mit dem Kombinationstraining aus Kraft- und Ausdauersport erzielt werden. Die Studie bestätigt also die Annahme, dass Sport das Risiko für Stoffwechselerkrankungen reduzieren kann. Mithilfe einer Blutanalyse konnte festgestellt werden, dass sich auch die Blutfettwerte und der Blutzuckerspiegel verbessern konnte. Voraussetzung für die Erfolge sind, dass das Training regelmäßig und wenn möglich mit derselben Intensität ausgeübt wird. Deshalb sollte man sich zuerst eine passende Sportart suchen und diese dann auch konsequent und regelmäßig betreiben.