Ernährung

Studie: Tee-Trinker seltener depressiv

Langjährige Tee-Trinker leiden im Alter seltener an Depressionen und Angstzuständen. /Bild: Fotolia
Studie: Tee-Trinker seltener depressiv
Trixi Kouba

Ob ein erfrischender Eistee an Sommertagen oder eine heiße Tasse bei klirrender Kälte – Tee geht einfach zu jeder Jahreszeit! Neben dem geschmacklichen Genuss bringen verschiedene Teesorten wohltuende Wirkungen mit sich. Zitronenmelisse hilft beim Einschlafen, Rosmarin regt den Stoffwechsel an und Roobois-Tee verhilft zu einer strahlenden Haut. Das ist aber noch längst nicht alles. Eine neue Studie zeigt, wie sich langjährige Teetrinker mit ihrer Routine sogar geistig fit halten. Jene älteren Menschen, die gewohnheitsmäßig viel Tee trinken, leiden seltener unter Depressionen oder Angststörungen als Tee-Verweigerer. Danken kann man den gesunden Inhaltsstoffen des Heißgetränks.

60 % Teetrinker

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Eine Studie aus Singapur untersuchte die Gesundheit von über 600 Personen mit einem Mindestalter von 60 Jahren. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf langjährige Tee-Genießer gelegt. Als das galten jene Menschen, die mindestens 15 Jahre lang regelmäßig Tee konsumierten. Das waren übrigens fast 60 Prozent der Befragten. Genau diese Gruppe tat sich mit ihrer Tee-Routine etwas Gutes. Sie litten deutlich seltener unter Depressionen oder Symptomen von Angststörungen als Nicht-Teetrinker. Dieser Unterschied blieb auch bestehen, als die Forscher Faktoren wie Altersunterschiede oder die Ausbildung berücksichtigen.

Wie wirkt L-Theanin?

Die Inhaltsstoffe der Teepflanze werden schon länger als gesunde Heilmittel in der Forschung betrachtet. Vor allem L-Theanin wirkt sich positiv auf die Gehirnfunktion und damit auf das Risiko für Depressionen aus. In zahlreichen Studien wurde gezeigt, dass L-Theanin positiv bei Stress wirkt. Bei Tierversuchen wurde beispielsweise demonstriert, dass diese Substanz Dopamin und Serotonin beeinflusst – Jene Neurotransmitter, die für die Gemütsstimmung verantwortlich sind. Neben Tee spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Depressionen – Eine Tatsache, die oft übersehen wird. Vitaminmangel, wie beispielsweise zu wenig Vitamin B12 im Körper, kann schon zu Depressionen führen. Auch Vitamin D3 und B-Vitamine spielen hier eine essentielle Rolle.

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