Gesundheit

Studie: Ungesunde Ernährungsweise könnte mit Depressionen korrelieren

Eine gesunde Ernährungsweise beeinflusst unser körperliches wie auch unser seelisches Wohlbefinden positiv. Diese Tendenz lässt sich nun auch an den Ergebnissen einer aktuellen Metaanalyse erkennen. /Bild: Fotolia
Studie: Ungesunde Ernährungsweise könnte mit Depressionen korrelieren

Unsere Ernährung beeinflusst unweigerlich auch unser seelisches Wohlbefinden. Dabei können uns verschiedene Vitamine, Mineralstoffe sowie die Aminosäure Tryptophan zu mehr seelischem Gleichgewicht und Nervenkraft verhelfen. Doch inwiefern beeinflusst unsere Ernährungsweise auch das Risiko für Depressionen? Eine im Journal Psychiatry Research veröffentlichte Studie untersuchte nun die Zusammenhänge zwischen der Ernährungsweise sowie dem Risiko, an einer Depression zu erkranken – mit interessanten Ergebnissen.

Eine gesunde Ernährung lohnt sich auch im Hinblick auf die Psyche

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Die Meta-Analyse beinhaltete die Ergebnisse aus insgesamt 21 Studien aus zehn verschiedenen Ländern. Sie kam zum Ergebnis, dass eine Ernährungsweise, welche eine hohe Zufuhr an gesunden Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Vollkorn, Olivenöl, fettarme Milchprodukte sowie Fisch beinhaltete, mit einem geringeren Risiko für Depressionen korreliere. Vor allem zeichnet sich jenes Ernährungsmuster auch durch einen erhöhten Anteil an Antioxidantien und eine geringe Zufuhr an tierischen Lebensmitteln aus. Hingegen ließe sich bei einer Ernährungsweise welche sich durch einen hohen Anteil an rotem und/oder gleichzeitig verarbeitetem Fleisch, Süßigkeiten, raffiniertes Getreide und fettreiche Milchprodukte und einer geringen Zufuhr an gesunden Lebensmitteln wie Obst und Gemüse auszeichnet, mit einem erhöhten Risiko für Depressionen assoziieren.Zusammenfassend lässt sich daraus schließen, dass eine westliche Ernährungsweise mit einem erhöhten Risiko für Depressionen verbunden werden kann. Nach den Autoren sind allerdings noch mehr Kohortenstudien erforderlich, um diese Ergebnisse zu bestätigen.

Wie man sich leichter „glücklich isst“

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Welche Glücksboten lassen sich also besonders leicht in eine gesunde Ernährung, die vom westlichen Ernährungsstil abweicht, integrieren? Vor allem die Aminosäure Tryptophan, welche unser Körper als Vorstufe für die Synthese des „Glückshormons“ Serotonin nutzt, leistet einen positiven Beitrag zu unserem mentalen Gleichgewicht. Enthalten ist Tryptophan etwa in Nüssen, Schokolade mit einem hohen Anteil am Kakao und Bohnen. Auch die Vitamine der B-Gruppe leisten einen wertvollen Beitrag zu einem stabilen Nervenkostüm: Vorkommend sind sie unter anderem in grünem Gemüse wie Spinat, Weizenkeimen, Hülsenfrüchten und Eiern. Neben Vitamin B sorgt auch Magnesium, das unter anderem in Nüssen und Vollkornprodukten enthalten ist, für die Stärkung der Nerven.

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