Gesundheit

Studie untersuchte Zusammenhang von Herzkreislauf-Erkrankungen und Alkohol

Schon 5 Gläser Bier pro Woche gelten als bedenklich für unsere Gesundheit!/Bild:Fotolia
Studie untersuchte Zusammenhang von Herzkreislauf-Erkrankungen und Alkohol
Julia Haberl

Herzkreislauf-Erkrankungen treten besonders häufig auf und zählen sogar zu den Haupttodesursachen in Österreich. Genetische Veranlagung, Vorerkrankungen und ein ungesunder Lebensstil können Auslöser für Herzinfarkt und Schlaganfall sein. Der Konsum von Alkohol ist in unserem Land „Gang und Gäbe“ – dieses Brauchtum ist kaum noch wegzudenken. Wie das gängige Suchtmittel und diese Erkrankungen im Zusammenhang stehen wurde nun von einigen Wissenschaftlern erläutert.

Weltweite Studie

Eine weltweite Studie hat sich mit der Analyse verschiedenster Daten zur Bearbeitung dieses hochaktuellen Themas beschäftigt. Diese hat ergeben, dass schon 100g Alkohol pro Woche das Sterberisiko stark erhöhen. Bei der Studie wurden die Teilnehmer aufgrund ihres Trinkverhaltens in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Außerdem wurden zusätzliche Daten erfasst. Wie zum Beispiel Alter, Geschlecht, Rauchverhalten und das Bestehen anderer Krankheiten. Aufgrund dieser Daten wurde die Tendenz für die Entstehung von Herzkreislauf-Erkrankungen erfasst. Generell konnte festgestellt werden, dass ein Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Sterberisiko besteht. Je mehr Alkohol konsumiert wird, desto geringer die Lebenserwartung und desto höher das Risiko für einen Schlaganfall. Alkoholkonsum konnte das Risiko für eine koronare Herzerkrankung um beinahe 5 Prozent steigern. Aufgrund dieser Ergebnisse wurde von den Wissenschaftlern ein optimaler Grenzwert mit 100g pro Woche festgelegt werden. 100 Alkohol entsprechen in etwa 5 Gläsern Bier. Alkoholkonsum über diesen Grenzwert gilt bereits als bedenklich.

Alkoholkonsum einschränken

Generell sind wir Österreich bekannt für unseren teilweise erhöhten Alkoholkonsum. Bei einem gemütlichen Zusammensein oder einem entspannten Abend zu Hause auf der Couch darf ein Gläschen Wein meist nicht fehlen. Wann wird der Konsum bedenklich? Fühlt man sich selbst nicht mehr in der Lage bestimmte Situationen im Leben zu meistern oder verspürt man das vermehrte Bedürfnis auch im herkömmlichen Alltag öfter zur Flasche zu greifen, dann sollte man sich Hilfe suchen. Alkoholsucht ist ein sehr präsentes Thema und es gibt gute Behandlungsmöglichkeiten, wenn man sich selbst dieses Problem eingesteht. Generell wäre es von Vorteil, immer wieder einen Monat alkoholabstinent zu verbringen. Gemeinsam mit Freunden kann man sich auch darauf einigen nur zu besonderen Anlässen zum Glas zu greifen. Alkohol sollte außerdem auf keinen Fall einen Ausweg für die eigenen Probleme und Schwierigkeiten darstellen. Wenn in der Familie oder Bekanntenkreis ein solches Problem offensichtlich vorliegt, muss es unbedingt mit dem Betroffenen besprochen werden und nach Möglichkeiten zur Verbesserung gesucht werden.