Gesundheit

Studie: Verliebtsein macht Frauen gesünder

Laut einer Studie stärkt Verliebtheit besonders bei Frauen das Immunsystem/ Bild: Fotolia
Studie: Verliebtsein macht Frauen gesünder
Paulin Klärner

Wir alle wissen: Verliebtsein macht glücklich, entspannt und ein bisschen verrückt. Aber dass es sogar ziemlich gesund ist, sich frisch zu verlieben, ist neu. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Tulane, im Rahmen derer herausgefunden wurde, dass das weibliche Immunsystem besser funktioniert, wenn Frauen frisch verknallt sind. Fazit: Ein Grund mehr für eine aufregende Frühlings-Romanze oder einen spontanen Kurzurlaub mit dem Liebsten, um in der Langzeitbeziehung wieder ein neues Feuer zu entfachen.

Sind verliebte Frauen tatsächlich gesünder?

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Über 12 Monate hinweg wurden für die Studie 47 Studentinnen, die gerade eine frische Beziehung begonnen hatten, beobachtet. Es wurde ausschließlich Teilnehmerinnen begleitet, die angaben, sich noch nicht 100%-ig in den den neuen Partner verliebt zu haben, die aber quasi am besten Weg in Richtung Romanze waren. Im Rahmen der Untersuchung wurde den Probandinnen immer wieder Blut abgenommen und die Werte genauestens analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen, die sich in einer „akuten Verliebheitsphase“ befanden, gesünder waren als jene, die sich am Ende doch nicht in ihre potentiellen Partner verknallt hatten.

Der Grund?

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Die Forscher führen die Ergebnisse auf evolutionäre Mechanismen zurück. Wenn man verliebt ist, stellt sich der Körper automatisch auf Fortpflanzung ein und arbeitet besonders hart daran, ein gesundes Milieu für die Zeugung und Schwangerschaft zu schaffen. Unser ganzer Organismus arbeitet also stärker am Gesundsein und der Resistenz gegen Krankheiten, wenn das Gehirn dem Körper durch Dopamin-Ausschüttung und co Verliebtheits-Signale sendet. Die Frage, ob einsame Menschen generell ein schwächeres Immunsystem haben (dies wurde bereits in mehreren Untersuchungen bestätigt) stellte sich hierbei nicht, da keine der nicht-verliebten Studentinnen angab, aufgrund der Partnerlosigkeit einsam zu sein. Dieses Einsamkeits-Phänomen tritt vor allem bei älteren Menschen auf, deren Partner und Freunde bereits verstorben sind und die ihren Alltag größtenteils alleine bewerkstelligen müssen.