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Studie: Vitamin D Mangel verdoppelt Alzheimerrisiko

Studie: Vitamin D Mangel verdoppelt Alzheimerrisiko
Supermed

Laut der bisher größten Studie ihrer Art hängt das Risiko, an Demenz zu erkranken, mit dem Gehalt von Vitamin D im Blut zusammen. Menschen über 65 Jahren mit deutlichem Vitamin-D-Mangel erkranken doppelt so häufig an Alzheimer wie Vergleichsgruppen, berichten britische Forscher in einer aktuellen Studie (“Vitamin D and the risk of dementia and Alzheimer disease”, erschienen in der Fachzeitschrift „Neurology“).

Im Gegensatz zu den anderen Stoffen kann der Körper Vitamin D selbst bilden, dafür benötigt er jedoch die Unterstützung der UV-Strahlung aus dem Sonnenlicht. Deshalb haben gerade im Winter viele Menschen auf der Nordhalbkugel einen Vitamin-D-Mangel. Zu den möglichen Folgen zählen vor allem spröde Knochen. Die aktuelle Studie stärkt jetzt Hinweise darauf, dass auch das Hirn unter niedrigen Mengen des Vitamins leiden kann.

Dass es einen Zusammenhang gibt, ist schon länger bekannt. „Das Ausmaß hat uns aber überrascht“, sagt der Mediziner und Studienautor Dr. David Llewellyn von der University of Exeter.

Dass Vitamin-D-Mangel Krankheiten wie Alzheimer verursacht und somit auch als Gegenmittel eingesetzt werden könnte, kann man laut Llewellyn allerdings nicht einfach ziehen.

Für die Studie wurden knapp 1.700 Personen, rund zwei Drittel davon Frauen, über 65 Jahren untersucht. Zu Beginn waren alle Personen gehfähig und gesund, litten weder an einer psychischen Krankheit noch hatten sie Schlaganfälle oder Herzinfarkte hinter sich.

Nach den sechs Jahren des Untersuchungszeitraums sah das anders aus. 171 Personen waren an einer Demenzkrankheit erkrankt, alleine 102 von ihnen an Alzheimer. Bei jenen mit Vitamin-D-Mangel war das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, um über 70 Prozent höher als bei jenen mit gutem Vitamin-D-Status. Bei Personen mit schwerem Vitamin-D-Mangel stieg das Risiko sogar um 120 Prozent. Ähnlich war es auch bei anderen Demenzkrankheiten.

Llewellyn und seine Kollegen haben einen Zusammenhang festgestellt, aber keine Kausalität. Ob der Vitamin-D-Mangel eine Ursache für den Ausbruch der Krankheit ist oder die Auswirkung eines unbekannten Faktors, können sie noch nicht sagen. In jedem Fall „scheint er den Demenzverlauf zu beschleunigen“, sagt Peter Dal-Bianco.

So erhält der Körper genug Vitamin D

Vorsorgeuntersuchung und Vitamine
Der Tarif Privatarzt Premium enthält selbstverständlich neurologische Vorsorgeuntersuchungen sowie im Bedarfsfall  alle hochtechnologischen Untersuchungen und falls ärztlich verordnet: Nahrungsergänzungsmittel.

Vitamin D kann der menschliche Körper auf natürlichem Weg aus zwei Quellen beziehen: durch Sonnenlicht oder Lebensmittel. „Zumindest zweimal pro Woche Fische zu essen, etwa Lachs oder Tunfisch, bzw. Milchprodukte und Eier. Dazu mindestens 15 Minuten Sonnenstrahlen pro Tag“, empfiehlt Peter Dal-Bianco.

„Nur bei älteren Patienten, deren Haut weniger Vitamin D umsetzen kann, die Magen-Darm-Krankheiten haben und das Vitamin von ölhaltigen Fischen nicht mehr genug aufnehmen können, sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll.“

Studienautor David Llewellyn: „Wir brauchen nun klinische Forschung, die überprüft, ob etwa ölhaltige Fische oder Vitamin-D-Pillen die Entwicklung von Alzheimer verzögern oder verhindern können”.

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