Ernährung

Studie: Vorsicht bei Omega-6-Fettsäuren in der Schwangerschaft

Sowohl Omega-3-, als auch Omega-6-Fettsäuren sind großteils essentiell, was bedeutet, dass sie vom Körper selbst nicht produziert werden können und daher über die Nahrung zugeführt werden müssen /Bild: Fotolia
Studie: Vorsicht bei Omega-6-Fettsäuren in der Schwangerschaft

Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht sollten Omega 3- und Omega- 6 Fettsäuren, die zu den wertvollen ungesättigten Fettsäuren zählen, in einer gesunden Ernährung nicht fehlen. Gerade in der Schwangerschaft kommt diesen ein besonderer Stellenwert für die Gesundheit der werdenden Mutter sowie die normale Entwicklung des Babys zu. Wichtig ist es jedoch, auf das richtige Mengenverhältnis zwischen den beiden zu achten. Aktuelle Untersuchungen weisen darauf hin, dass insbesondere Omega-6 in der Schwangerschaft nicht in zu hoher Menge aufgenommen werden sollten.

Auf das richtige Mengenverhältnis kommt es an

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Omega-6 Fettsäuren werden neben den bekannteren Omega-3 Fettsäuren weniger hochgeschätzt, sind jedoch für unseren Organismus genauso von wichtiger Bedeutung. So kommt ihnen unter anderem die Funktion als Bestandteil von Zellmembranen oder auch die Senkung des LDL-Cholesterinspiegels im Blut zu. Eine besonders häufig in Lebensmitteln vorkommende Omega-6 Fettsäure bildet die Linolsäure. Diese steht in Verdacht, entzündungsfördernd zu wirken und zudem mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu korrelieren. Zu finden ist sie etwa in Margarine, Sonnenblumen- sowie Maiskeimöl.

Möglicherweise schädlich ab dreifacher Menge der empfohlenen Tageszufuhroil

Die Untersuchungen, die im Journal of Physiology veröffentlicht wurden, weisen darauf hin, dass sich die Schädlichkeit der Omega-6-Fettsäuren während der Schwangerschaft auf eine dreifache Menge der empfohlenen täglichen Menge bezieht. In einem Versuch mit Rattenmüttern, welche eine hohe Zufuhr an Linolsäure aufnahmen, zeigten sich mehrere gesundheitliche Probleme. Zum einen veränderte sich bei diesen die Konzentration von Entzündungsproteinen. Zum anderen war die Konzentration eines Proteins, welches Gebärmutterkontraktionen während der Schwangerschaft verursachen kann, erhöht. Ebenso konnte eine Reduktion eines Hormons, welches für die Regulation von Wachstum und Entwicklung von Bedeutung ist, festgestellt werden. All diese an den Rattenmüttern beobachteten Veränderungen könnten das Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft erhöhen und die Entwicklung des Babys negativ beeinflussen.

Weitere Faktoren sind zu bedenken

Könnte man diese Annahme auch auf die menschliche Schwangerschaft übertragen, so würde dies eine Erwägung der Reduktion von Linolsäure in der Schwangerschaft mit sich ziehen. In Bezug auf die Studienergebnisse ist es ebenso relevant, zu bedenken, dass eine linolsäurereiche Ernährung meist auch reich an Zucker, Salz und Fett ist. Zu finden ist sie etwa in Kartoffelchips, Kuchen oder anderen Backwaren. In der Studie wurde Linolsäure jedoch ohne einer veränderten Zucker-, Fett- oder Salzzufuhr verabreicht.