Studie: Was das Lachen über die Gesundheit aussagt

Lachen ist gesund - aber nicht immer ! /Bild: Unsplash
Studie: Was das Lachen über die Gesundheit aussagt
Catharina Kaiser

Herzhaftes Lachen und ist zeitgleich noch super gesund. Nicht nur weil man dabei richtig viele Kalorien verbrennen kann, sondern auch noch die Herz-Kreislauf Funktion verbessert. Grinsen gilt daher als die beste Medizin, doch die Art und Weise wie jemand lacht kann auch einiges über die Gesundheit aussagen. In der Regel wird ein Lächeln mit positiven Gefühlen assoziiert und gelegentlich auch als Behandlungsmethode bei Verhaltenstherapien eingesetzt. Doch es gibt verschiedene Arten von Lachen, die sehr unterschiedliche Bedeutung haben können. Beispielsweise das unheimliche Lachen, dass man von düsteren Filmcharakteren wie dem Joker aus Batman kennt. In diesem Fall ist es also keine positive Sache, sondern ein Indiz für eine potenzielle Krankheit.

Typen von Lachen

Laut einem im The Conversation veröffentlichten Artikel ist Lachen einer der wichtigsten Faktoren der adaptiven sozialen, emotionalen und kognitiven Funktion und auch in der Tierwelt durchaus verbreitet. Hier dient das Lachen vor allem dem Überleben, weil es die Bindung fördert und sowohl Stress als auch Angst lindert. Allerdings gäbe es auch eine dunkle Seite des Lachens. Beispielsweise die unheimliche Konnotationen eines einsamen Lachens. Einer im Journal of Experimental Medicine veröffentlichten Studie zufolge könne das Lachen in 5 verschiedene Typen klassifiziert werden. Darunter fallen echt und spontan, simuliert und falsch, stimuliert durch Kitzeln, induziert durch Drogen sowie pathologisch. Vor allem letzteres kann ein Anzeichen für eine mögliche Erkrankung sein. Laut einer Studie würde diese Art von Lächeln nämlich durch eine sekundärer Verletzungen des zentralen Nervensystems ausgelöst werden. Diese ist häufig das Resultat verschiedener temporärer oder permanenter neurologischer Erkrankungen und kann bei bestimmten psychiatrischen Störungen auftreten. „Pathologisches Gelächter entsteht meist ohne konkreten Reiz und geschieht unabhängig von emotionalen Veränderungen. Außerdem können weder Dauer, noch Intensität oder Gesichtsausdruck kontrolliert werden“, Studienautor Jongeun Yim, von Physical Therapy at Sahmyook University in Seoul.

Lachanfälle als Krankheitssymptom

Neben dem pathologischen Lachen kann ein Lachanfall auch das Symptom einer neurologischen Störung sein. In der Medizin wird diese Form als „Out-of-Character laughter“ bezeichnet. Dabei erlebt eine Person plötzlich Lachanfälle oder Heulkrämpfe, die normalerweise nicht zum jeweiligen Charakter passen. Dieses Anzeichen eines „Pseudo Bulbar Affect“  können sowohl Indikator für traumatische Hirnverletzungen, Alzheimer-Krankheit, Parkinson-Krankheit, Multiple Sklerose, Demenz oder einen Schlaganfall sein. Ebenso können andere Krankheiten wie Gelotophobie, eine intensive Angst davor ausgelacht zu werden, Ursache für solche Lachanfälle sein und in Folge bis hin zu schwersten Depressionen führen. Die Auslöser hierfür sind meist in der Kindheit zu finden. Personen die in jungen Jahren negative Erfahrungen gemacht haben und gehänselt oder verspottet wurden, sind oftmals von solchen Ängsten betroffen. Für diese Personen ist Lachen folglich nicht die beste Medizin, sondern viel mehr das Symptom einer ernsthaften Krankheit.

Lachen als Therapie

Abgesehen vom pathologischen Kichern, hat Lachen natürlich unzählige positive Effekte, weshalb es ebenso zu therapeutischen Zwecken, beispielsweise als Methode der kognitiven Verhaltenstherapie, eingesetzt wird. Sogenannte Lachtherapien existierten bereits im alten Griechenland, doch ihre Wirksamkeit wurde erst ab dem 20. Jahrhundert ernst genommen. Abgesehen von physischen Schmerzen, kann Lachen ebenso psychologische Probleme wie Stress, Angst und Depressionen reduzieren. „Lachen hilft dem Menschen, stressige Prozesse oder Situationen zu ertragen und ihre Probleme objektiv zu beurteilen“, so Yim.

Zwischen echt & fake

Wer lacht, ist in den meisten Fällen bei bester Laune – doch man kann diese positive Stimmung auch durch Lachen stimulieren. Wem also gerade nicht so nach Kichern zumute ist, kann sich sogar durch ein gefälschtes Lächeln aufheitern. So wie fast alle Dinge, passiert das nämlich im Gehirn und dort werden sowohl die Endorphin- als auch Dopamin-Aktivität erhöht.