Gesundheit

Studie: Wer viel raucht und trinkt sollte Äpfel und Tee genießen

Einer neuen Studie zufolge sollte man auf Lebensmittel mit hohem Flavonoid-Gehalt setzen/Bild: Fotolia
Studie: Wer viel raucht und trinkt sollte Äpfel und Tee genießen
Paulin Klärner, BA

Dass Äpfel eine wahre Wohltat für unseren Körper sind ist wohl nichts Neues. Einer aktuellen Studie der TU Graz zufolge enthalten diese nämlich nicht nur jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, sondern sogar über 100 Millionen Bakterien. Und über diese freut sich vor allem die menschliche Darmflora, der „Sitz des Immunsystems“. Besonders viele dieser Bakterien befinden sich laut Untersuchung im Fruchtfleisch und  in den Kernen, weshalb die ForscherInnen dazu raten, immer den ganzen Apfel zu verspeisen.

Reich an Flavonoiden

Doch das ist noch lange nicht alles, was die köstlichen Früchtchen können: Sie sind, genauso wie Tee, auch besonders reich an sogenannten Flavonoiden – Pflanzenstoffe, die laut Forschung Krebs und Herzerkrankungen entgegenwirken, entzündungshemmend sind und positiv auf die Blutgefäse wirken. Und genau mit diesen Auswirkungen hat sich ein Forscherteam der australischen Edith Cowan University und der Universität Kopenhagen auseinandergesetzt.

Äpfel und Tee für Raucher und Trinker?

apple

Für die Studie „Dietary flavonoid intake and weight maintenance: three prospective cohorts of 124 086 US men and women followed for up to 24 years“ analysierte das Forscherteam um die Ernährungsforscherin Nicola Bondonno und den Mediziner Frederik Dalgaard die Daten einer dänischen Langzeitstudie, in der die Ernährungsgewohnheiten von über 56.000 Teilnehmern zwischen 52 und 60 Jahren über einen Zeitraum von 23 Jahren gesammelt wurden.

Die Ergebnisse:

Die ForscherInnen fanden heraus, dass bei Menschen, die besonders viele Lebensmittel mit hohem Favonoid-Gehalt konsumierten, das Risiko an Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben nachweislich geringer war. Dieser positive Effekt zeigte sich vor allem bei RaucherInnen und TrinkerInnen, die ja durch den Alkohol- und Nikotinkonsum in die Risikogruppe jener Erkrankungen fallen. Am stärksten sank das Risiko laut Studie bei Menschen, die um die 500 Milligramm Flavonoide täglich zu sich nahmen. „Eine Tasse Tee, ein Apfel, eine Orange, 100 Gramm Blaubeeren und 100 Gramm Brokkoli würden eine weite Bandbreite von Flavonoid-Verbindungen ergeben…“, so Bondonno.

Die WissenschaftlerInnen betonen jedoch auch, dass Flavonoide alleine natürlich nicht vor diesen und ähnlichen Erkrankungen schützen können. Ein hoher Flavonoid-Konsum weise eher auf eine allgemein gesündere Ernährung und einen besseren Lebensstil hin.