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Studie: Wie Frauen & Männer auf Tattoos reagieren

Wie nehmen Frauen und Männer das andere Geschlecht wahr, wenn die Person tätowiert ist ? /Bild: StockSnap
Studie: Wie Frauen & Männer auf Tattoos reagieren
Trixi Kouba

Körperschmuck in Form von Tattoos erlebt gerade wieder einen Aufschwung. Doch mit einer neuen Tätowierung kommen auch Vorurteile aus dem Umfeld. Diese können positiv oder negativ sein. Eine Studie hat das untersucht:

In der Studie wurden Fotos von untätowierten Männern digital verändert und mit Tattoos versehen. Die Bilder wurden über 2.500 Männern und Frauen gezeigt, welche die Abbildungen in Kategorien bewerten sollten. Dabei zeigte sich, dass Tätowierungen an Männern die Attraktivität in der Frauenwelt nicht steigern. Zwar bewerteten die Frauen die Versionen mit Tattoos als gesünder, doch nicht weniger oder mehr attraktiv als die Originalfotos. Männer finden tätowierte Frauen hingegen offenbar sexy: Die männlichen Teilnehmer bewerteten die Fotos der Frauen mit Tattoos als attraktiver, aber nicht ungesünder oder gesünder als Frauen mit unverzierter Haut.

Frauen sehen in Tätowierten schlechtere Partner

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Wer sich mit einem Tattoo schmückt, muss damit rechnen, dass die Umwelt ihm gewisse Eigenschaften zuschreibt. In der Studie verbanden beide Geschlechter tätowierte Männer mit mehr Männlichkeit, Dominanz und Aggressivität. Offenbar nehmen Frauen die „Peckerln“ als ein Zeichen wahr, den Herren besser nicht mit ins Elternhaus zu bringen. Frauen sahen in Männern mit Tinte geschmückten Körpern potentiell schlechtere Partner und Eltern als die untätowierte Konkurrenz.

Frauen als sexuell aktiver wahrgenommen  

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Die Studie steht damit im Kontrast zu einer anderen Untersuchung aus dem Jahr 2007, die im Magazin „Body Image“ publiziert wurde. Hier wurden Studenten gebeten, die soziale und physische Wahrnehmung von blonden und brünetten Frauen mit verschiedenen Graden an Tattoos zu bewerten. Die Studienautoren erklärten: „Tätowierte Frauen wurden als weniger attraktiv, mit häufigeren Partnerwechsel und stärkerem Alkoholkonsum eingestuft, wobei die negativen Bewertungen mit der Anzahl der Tattoos zunahm. Blonde Frauen wurden dabei generell negativer gewertet als Brünette.“ Eine Forscherin machte dazu später die Anmerkung, dass diese negativen Bewertungen von tätowierten Frauen offenbar die Attraktivität für Männer reduzieren solle. Doch auf der anderen Seite werden diese Frauen als sexuell aktiver gesehen, womit sie für Männer eine größere sexuelle Bedeutung bekommen könnten.