Gesundheit

Studie zeigt: Krebs-Sterberate sinkt weiter

Eine aktuelle Langzeitstudie zeigt, dass die Todesrate durch Krebs weiter sinkt/ Bild: Fotolia
Studie zeigt: Krebs-Sterberate sinkt weiter
Paulin Klärner, BA

Eine aktuelle Studie, die im Annals of Oncology veröffentlich wurde, zeigt, dass die Krebs-Todesrate im Vergleich zu den Vorjahren weiterhin abnimmt. Allgemein würden die Todesfälle durch Krebs zwar zunehmen, das liege laut Studienautor Carlo La Vecchia allerdings am stetigen Bevölkerungswachstum. Die Forscher haben sich für ihre Studie mithilfe von Daten der WHO mit 10 Krebsarten auseinandergesetzt. Die Sterberaten von 28 EU-Staaten wurden hierfür genauer unter die Lupe genommen. Demnach werden heuer 787.000 Männer und 621.900 Frauen an Krebs sterben. Trotzdem sinke die Sterberate verglichen mit 2015 bei Frauen um 4% und bei Männern um 6%. 

Brustkrebs durch bessere Screening-Methoden leichter erkennbar

Laut Studie sei die Früherkennung und folglich bessere Behandlung von Brustkrebs vor allem neuen Screening-Methoden zu verdanken. Demnach werde Brustkrebs bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren (die Zielgruppe für Screenings) immer früher entdeckt. Die Brustkrebs-Todesrate sank im Vergleich zu 2014 von 14,6 pro 100.000 Menschen auf 13,4. Im Gegensatz zu Brustkrebs und den anderen untersuchten Krebsarten fanden die Forscher nur bei Bauchspeicheldrüsenkrebs eine negative Entwicklung. La Vecchia erklärt hierzu, dass Diabetes und Übergewicht, „…die mit der Entwicklung von Bauchspeicheldrüsenkrebs in Verbindung gebracht werden.“ allgemein zugenommen haben.

Lungenkrebs wird bei Frauen immer häufiger

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Lungenkrebs ist und bleibt laut Studie die gefährlichste aller Krebsformen. 183.200 Männer und 96.800 Frauen sollen laut den Berechnungen dieses Jahr an der aggressiven Krebsart sterben. Hierbei steigt laut Studie die Sterberate der betroffenen Frauen, während die der Männer sinkt. La Vecchia meint hierzu: „Das spiegelt wahrscheinlich die unterschiedlichen Trends beim Rauchen wider, das der Hauptrisikofaktor für diesen Krebs ist…“.

Allgemein gibt die Studie jedoch Grund zur Freude. Dank unermüdlicher Forschung und immer modernerer Screening-Methoden können mittlerweile viele Krebsarten rechtzeitig erkannt und bekämpft werden.