Totlachen – Ist das möglich ?

Kann man sich tatsächlich totlachen? Die Wissenschaft sagt: Ja! /Bild: Fotolia
Totlachen – Ist das möglich ?

Lachkrämpfe, bei denen man nicht mehr sprechen oder gar atmen kann, kennt vermutlich jeder. Aber auch wenn es nur ein verhaltenes Schmunzeln oder ein kleines Kichern ist – lachen fühlt sich in jeder Form gut und positiv an. Was deshalb niemand vermuten würde: Es gibt auch eine dunkle Seite des Lachens.

Von Mensch bis Pferd

Lachen ist die einzige positive Emotion, die universell ausgedrückt wird. Entfernte Stämme, die unsere Kultur nicht teilen, führen zwar ein ganz anderes Leben, aber lachen genauso wie wir. Die fröhliche Emotion ist außerdem keine rein menschliche Geste, sondern artübergreifend: Wer einen Schimpansen oder eine Ratte kitzelt, wird babyähnliches Kichern wahrnehmen können. Pferdeliebhaber haben die großen Vierbeiner bestimmt auch schon etliche Male vergnügt wiehern gesehen.

Lachen kann tödlich sein

Laut Dr. Sophie Scott, Professorin der Kognitiven Neurowissenschaft am University College London, versucht Gelächter Sie zu töten: „Es hält Sie davon ab einzuatmen und Sie sind durch das Lachen hilflos ausgeliefert, wenn Sie etwas so lustig finden, dass Sie nicht mehr aufhören können.“ Außerdem lässt Gelächter den Blutdruck in die Höhe schießen und es entsteht Druck auf dem Brustkorb, der für Menschen mit Herzproblemen ein erhöhtes Risiko darstellt. Es gibt tatsächlich einige Aufzeichnungen von Todesfällen, die durch Lachen ausgelöst wurden. Das Herz eines Briten versagte 1975 während er eine Comedy-Show im Fernsehen sah und ein Däne starb 1989 nachdem eine lustige Szene des Films „Ein Fisch namens Wanda“ lief. Durch herzhaftes Lachen können aber auch weniger dramatische, aber dennoch unangenehme Gesundheitszustände ausgelöst werden. Das vergnügte Prusten kann unter anderem zu Ohnmacht, Asthmaanfall, ausgerenktem Kiefer, Lungenüberdehnung und Kopfschmerz führen.

Es besteht aber trotzdem kein Grund zur Sorge: Wenn ein guter Lacher nicht gerade versucht Sie zu töten, trägt er immer noch zum Wohlbefinden bei. Professor Bob Levenson der Universität Berkeley stellte fest, dass lachende Menschen längere und gesündere Beziehungen genießen. Außerdem setzt Gelächter Endorphine – die sogenannten Glückshormone – frei. Also bitte unbedingt herzhaft weiterlachen!