Gesundheit

Untersuchung: Sonnencremes schon nach einem Tag im Blutkreislauf nachweisbar

Laut einer Untersuchung lassen sich in Sonnencremes enthaltene Chemikalien bereits nach einem Tag am Strand im Blut nachweisen/ Bild: Fotolia
Untersuchung: Sonnencremes schon nach einem Tag im Blutkreislauf nachweisbar
Paulin Klärner, BA

Wie jeden Sommer ist Sonnenschutz auch dieses Jahr wieder in aller Munde – und das vollkommen zurecht! Denn dass es sich langfristig auszahlt, sich vor dem Sonnen brav von oben bis unten einzuschmieren, kann wohl gar nicht oft genug betont werden. Schließlich kann man mit dem richtigen Sonnenschutz effektiv Sonnenbrände, Reizungen und Hautkrebs verhindern und frühzeitiger Hautalterung entgegenwirken. Dabei sollte man jedoch nicht vergessen, auch der Wahl der Sonnencreme besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Bestimmte Inhaltsstoffe sind nämlich laut Wissenschaft potentiell gefährlich – und gelangen schneller in unseren Kreislauf als bisher angenommen.

Sonnencreme

Neue Studie: Sonnencreme gelangt schnell in Blutkreislauf

In der US-Studie Effect of Sunscreen Application Under Maximal Use Conditions on Plasma Concentration of Sunscreen Active Ingredients“ die im Fachjournal „Jama“ veröffentlicht wurde, wurde untersucht, wie lange es dauert, bis die in Sonnencremes enthaltenen Chemikalien im Blutkreislauf nachzuweisen sind. Für die Studie wurde der Urin und das Blut von 24 StudienteilnehmerInnen auf die Chemikalien „Avobenzon“, „Oxybenzon“, „Ecamsul“ und „Octocrylen“, die als UV-Filter wirken, untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass alle 4 auch nach 24 Stunden noch messbar nachgewiesen werden konnten. Die Werte waren so hoch, dass weitere Untersuchungen bezüglich der potentiellen Gefahren angeordnet wurden. „Wir brauchen Studien, um diese Erkenntnisse einzuordnen und festzustellen, ob die Absorption bestimmter Inhaltsstoffe echte gesundheitliche Auswirkungen hat.“, so Dr. David Leffell, Sprecher der American Academy of Dermatology in einem Interview mit der CNN.

Was sind die Alternativen?

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Laut Studie kann man, um jene Chemikalien zu vermeiden, zu Sonnencremes greifen, die keine chemischen, sondern physikalische Filter enthalten. Der Unterschied? Die Nanopartikel Letzterer reflektieren und/oder streuen das Sonnenlicht und verbleiben so an der Hautoberfläche, anstatt einzudringen und in den Blutkreislauf zu gelangen.