Familie

Vater & Kind: Ähnlichkeit als Gesundheitsbooster? 

Äußere Ähnlichkeit von Vater und Kind stärkt die Gesundheit. /Bild: Fotolia
Vater & Kind: Ähnlichkeit als Gesundheitsbooster? 
Catharina Kaiser

Es mag erstaunlich klingen, doch ein Kind, welches schon von Geburt an seinem Vater ähnelt, sollen Studien zufolge gesünder sein. Durch die Ähnlichkeit würden Väter, die nicht mit ihren Kindern zusammenleben, nämlich deutlich mehr Zeit mit ihnen verbringen. Im Durchschnitt ganze 2,5 weitere Tage pro Monat. Grund dafür ist, dass sich Väter unbewusst sicherer sind, dass es sich tatsächlich um ihr Kind handelt. Zugegebenermaßen sind diese Studienergebnisse tatsächlich außergewöhnlich und scheinen für einige vermutlich sogar etwas verrückt – doch die verlängerte Bindungszeit mit dem Neugeborenen, sowie die zusätzliche elterliche Zeit für Pflege und Aufmerksamkeit führt laut Forschern zu einer verbesserten Gesundheit des Kindes.

Ähnlichkeit mit dem Vater als Gesundheitsgarant?

Unter dem Titel „If looks could heal: Child health and paternal investment“ veröffentlichten Forscher ein überraschendes Studienergebnis. Demzufolge würden Neugeborene, sofern sie ihren Vätern ähneln, seltener in einer Notaufnahme enden, weniger Zeit im Krankenhaus verbringen und weniger häufig an Asthmaanfällen leiden – Alles nur aufgrund einer verstärkten väterlichen Präsenz. „Väter sind wichtig, um ein Kind großzuziehen, und es zeigt sich in der Gesundheit des Kindes“, so Dr. Solomon Polachek, Forschungsautoren und Forschungsprofessor an der Binghamton University. Im Rahmen der Studie analysierten Forscher 456 Familien, in denen die Babys nur mit ihren Müttern lebten und beide Elternteile der Meinung waren, dass das Neugeborene dem Vater glich. Nachdem die Familien über ein Jahr lang begleitet wurden, stellten die Forscher fest, dass Babys, die mehr Zeit mit ihren Vätern verbringen, deutlich günstigere Gesundheitsbedingungen haben. Demzufolge brechen diese Studienergebnisse bisherige stereotypische Rollenbilder oder klassische Auffassungen auf und zeigen wie wichtig die Vaterfigur in der Beziehung ist. Zudem könnten sie die Rolle der Väter in fragilen Familien beeinflussen, in denen Mütter die primären Bezugspersonen sind.