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Vitamin F – So stärken Familie & Freunde die Gesundheit

7 Gründe, warum Freunde und Familie wichtig für ein langes Leben sind ! /Bild: Fotolia
Vitamin F – So stärken Familie & Freunde die Gesundheit
Catharina Kaiser

Vitamin F wie Familie und Freunde. Der Mensch braucht Beziehungen um glücklich zu sein. Dabei geht es aber nicht nur um Liebesbeziehungen. Auch eine starke Verbindung zu Familie und Freunden ist Balsam für die Seele und hilft gesund zu bleiben. Denn schon durch eine Umarmung oder die Nähe zu einer Person scheint das größte Problem ganz plötzlich nicht mehr so tragisch. Eine aktuelle Studie ergab, dass eine strake Bindung zu einer geliebten Person Stress reduzieren kann – egal ob Mama, Papa oder die beste Freundin. Das erklärt auch warum in Momenten des spontanen Selbstzweifels meist Mama die erste ist, zu der man Kontakt sucht. Hier die 7 Gründe warum Familie und Freunde unserer Gesundheit helfen:

1. Geteiltes Leid

Geteiltes Leid

Eine australische Studie ergab dass in engen Beziehungen eine so genannte Lastenverteilung herrscht. Das Sprichwort „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ kommt also nicht von ungefähr. Es muss sich dabei nicht mal um physische Nähe handeln. Untersucht wurde die Stärke der Beziehung zwischen 66 Frauen und ihren Müttern. Anschließend wurden die Daten mit dem Stresspegel der Teilnehmerinnen verglichen. Das Ergebnis: Frauen, die eine starke Bindung zu ihren Müttern hatten, zeigten auch ohne physischen Kontakt Zeichen von Lastenverteilung. Schon das Wissen allein genügt, und der Stress oder Schmerz ist wie weggeblasen.

2. Eltern leben länger

Obwohl Kinder ihren Eltern manchmal den letzten Nerv rauben können sind sie ausschlaggebend für ein langes Leben. Das bestätigt zumindest eine 2012 veröffentlichte dänische Studie. Denn ein Elternteil – vor allem Mutter –  zu sein bedeutet ein gesünderes Leben zu führen. Da man nicht mehr für sich alleine lebt, wird mehr auf die Gesundheit geachtet und weniger Risiken werden eingegangen.

3. Schwestern stärken die Vernunft

Schwestern stärken die Vernunft

Klar – mit Schwestern wird gestritten, gezofft und gezankt, und das meist über die banalsten Dinge. Dennoch sind sie unglaublich wichtig für einen gesunden Verstand. Laut einer Studie der Brigham Young University halten die lästigen Geschwister nämlich mental fit und gesund. Die Studie ergab zudem, dass Geschwister, egal welches Geschlecht sie haben den Beschützerinstinkt wecken. Schwestern verstärken dieses positive Verhalten nur noch etwas mehr. Eine andere Untersuchung fand heraus dass Personen, die eine enge Bindung zu ihrer Schwester haben zusätzlich glücklicher sind.

4. Gesunde Geselligkeit

Soziale Menschen dürfen sich über ein längeres und gesünderes Leben freuen. Wer sich dazu entscheidet keine Kinder zu bekommen, sollte zumindest ein geselliger Mensch sein. Denn ein ausgeprägtes soziales Leben ist ebenso gut für die Gesundheit wie der Verzicht auf Nikotin. Laut der 2010 veröffentlichten Studie der Brigham Young University steigt die Todesrate bei sozial abgeschotteten Menschen um 50%. In der Folgestudie wurde somit eine Lebensverkürzung von 7,5 Jahren errechnet. Warum genau der Freundeskreis ein längeres Leben verschafft, ist den Wissenschaftlern allerdings noch unklar.

5. Das Ziel vor Augen

Es ist nicht wirklich neu, dass gute Freunde wichtig sind. Dennoch fand eine Untersuchung der Mayo Clinic heraus, dass gute Freunde die Zielstrebigkeit verbessern. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie einer Person das Gefühl geben gebraucht zu werden. Zudem machen Freundschaften glücklich und stärken das persönliche Selbstbewusstsein. Dabei gilt immer dieser Leitsatz: Qualität ist besser als Quantität. Auch wenn es nett ist einen großen Freundeskreis zu haben, zählen doch die wenigen dafür wirklichen Freunde am meisten.

6. Väter beinflussen Sexualität

Vaterbeziehungen beinflusst Sexualität

Eine starke Bindung zum Vater beeinflusst die Sexualität in der Pubertät. Auch wenn der Vater wohl eher die letzte Person ist, an die man in solchen Situationen denken möchte. Laut einer Studie ist die Vater-Kind-Beziehung ausschlaggeben für die Wahl der sexuellen Aktivität. So sollen Jugendliche länger mit dem ersten Geschlechtsverkehr warten, wenn die Väter dagegen sind. Je stärke die Bindung ist, desto mehr Mitspracherecht liegt in der Hand des Vaters.

7. Bessere Entscheidungen

Laut einer 2011 veröffentlichten Studie von Edelman Heath Barometer sind es die gesunden Beziehungen zu Freunden und Familie, die unsere Entscheidungen beeinflussen. Dazu wurden 15.000 Personen in 12 Ländern befragt. 46% der Teilnehmer gaben an, dass Freunde oder Familie starken Einfluss auf ihre Entscheidungen haben. 36% gaben zu, dass geliebte Menschen in ihrem Leben sogar die Entscheidungsträger bei ihrer Ernährung waren. Natürlich können falsche Freundschaften auch das Gegenteil bewirken: Menschen entscheiden sich durch die falsche Wahl der Freunde auch für negative Lebensformen. Doch im Allgemeinen gilt: Je gesünder die Bindung, desto gesünder auch die eigenen Entscheidungen.