Gesundheit

Warnung für Langschläfer: Zu viel Schlaf ist auch nicht gut! 

Langschläfer leben ungesünder als jene, die weniger als 7 Stunden pro Nacht schlafen. /Bild: Fotolia
Warnung für Langschläfer: Zu viel Schlaf ist auch nicht gut! 
Catharina Kaiser

Ausreichender Schlaf gilt als einer der wichtigsten Faktoren für physische wie auch psychische Gesundheit. Dennoch sollte man es damit nicht übertreiben. Mehr ist nämlich nicht automatisch besser. Im Gegenteil, Personen die regelmäßig länger als acht Stunden schlafen, haben ein deutlich höheres gesundheitliches Risiko, als jene die weniger als 7 Stunden schlafen. Zu diesem Ergebnis kam nun eine aktuelle Studie. 

Viel Schlaf ist gesund? 

Laut Studienergebnissen liegt der Zeitpunkt, an dem sich die positiven Effekte in negative wandeln, bei etwa 10 Stunden Schlaf. In diesem Fall weisen Personen, die regelmäßig nicht aus den Federn kommen, ein 30% höheres Risiko auf, vorzeitig zu sterben. Zu diesem Schluss kamen Forscher nachdem sie die Daten aus 74 Studien mit ingesamt über 3 Millionen Teilnehmern untersucht hatten. Übermäßiger Schlaf sei demnach ebenso ein „Marker“ für gesundheitliche Probleme, wie etwa dauerhafter Schlafmangel. Grund dafür ist, dass Menschen die derart lange schlafen, tendenziell zu wenig Bewegung bekommen, oder andere nicht diagnostizierte Probleme haben. Das Risiko für einen Schlaganfall könnte demnach um 56% steigen und die Wahrscheinlichkeit für eine Herz-Kreislauf-Erkrankungen würde mit 49% ebenfalls stark erhöht sein. „Nachdem abnormale Schlafgewohnheiten durchaus ein Auslöser für ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko darstellen, sollten Untersuchungen von Dauer sowie Schlafqualität deutlich häufiger durchgeführt und stärker berücksichtigt werden“, erklärt Studienleiter Dr. Chun Shing Kwok vom Keele University’s Institute for Science and Technology in Medicine. 

Schlafmangel vs. Siebenschläfer 

Zudem sei es wichtig, die Gründe für anormales Schlafverhalten zu erkennen und gegebenenfalls einzugreifen. Denn es gibt viele kulturelle wie auch soziale, psychologische oder umweltbedingte Faktoren, die Einfluss auf den Schlaf und dessen Dauer haben können. Man denke etwa an unregelmäßige Arbeitsschichten, physische oder psychische Erkrankungen, oder die Notwendigkeit, sich um Kleinkinder zu kümmern. Die 24-Stunden Verfügbarkeit der modernen Gesellschaft ist in diesem Zusammenhang natürlich ebenso wenig förderlich. Ausreichend Schlaf abzubekommen ist und bleibt daher unerlässlich, doch wie bei fast allen Dingen im Leben sollte auch hier alles in Maßen gehalten werden.