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Warum der Atem morgens immer schlecht riecht

Ein inniger Kuss am frühen Morgen ? Meist nicht so romantisch wie im Film ... /Bild: Fotolia
Warum der Atem morgens immer schlecht riecht
Melanie Payerl

Ein inniger Kuss am frühen Morgen? Das sieht in Liebesfilmen zwar sehr romantisch aus, in Wahrheit wird ein morgendlicher Kuss häufig von schlechtem Atem überschattet. Wer dachte, dass schlechter Atem nur Sie betrifft, der irrt sich. Viele Menschen wachen morgens mit schlechtem Atem auf und fragen sich dann häufig, warum das so ist. Die Antwort darauf ist leicht zu erklären. Während dem Schlafen wird im Mund weniger Speichel produziert, der normalerweise dafür verantwortlich ist, die geruchsverursachenden Mundbakterien wegzuspülen. In der Nacht bilden sich im Mund viele verschiedene Mikroorganismen, die morgens für den unangenehmen Atem verantwortlich sind. Meist tummeln sich die Bakterien in den Zahnzwischenräumen, am Zahnfleischrand und auf der Zunge. Vor allem am hinteren Ende der Zunge haben Bakterien ein leichtes Spiel, denn dort entstehen Schwefelverbindungen, die für den Mundgeruch verantwortlich sind. Je trockener der Mundraum ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, morgens mit unangenehmen Atem aufzuwachen.

Die Lösung – Mundhygiene !
Mundspray

Die Angst vor unangenehmen Mundgeruch ist groß und weit verbreitet. Doch mit ein paar kleinen Tipps kann auch der morgendliche üble Atem beseitigt werden. Besonders wichtig ist die richtige Mundpflege: dazu zählt die Reinigung der Zahnzwischenräume, der Zunge, sowie der Zähne. Zahnseide, Zungenschaber und Zahnbürste sollte nicht nur jeder besitzen, sondern auch regelmäßig verwenden, um schlechten Atem keine Chance zu geben. Viele werden nun vermuten, dass auch Mundspülungen zu einer ordentlichen Mundhygiene gehören. Bei der Verwendung von Mundspülungen gehen die Meinungen aber auseinander. Dr. Hilmar Gudziol HNO-Arzt am Universitätsklinikum Jena warnt vor dem regelmäßigen Einsatz von Mundspülungen, denn diese können die Bakterienkultur im Mund aus dem Gleichgewicht bringen und auf Dauer sogar den Mundgeruch verschlimmern. Zahnärzte raten dazu, nicht länger als zwei Wochen eine Mundspülung anzuwenden.

Dauerhafter Mundgeruch – ein Warnzeichen

Mundgeruch
Wer nur morgens an schlechtem Atem leidet, muss sich keine Sorgen machen, denn durch gründliches Zähneputzen oder ein ausgiebiges Frühstück kann der üble Geruch aus dem Mund leicht vertrieben werden. Wer wiederum auch tagsüber an unangenehmen Atem leidet, sollte besser einen Arzt aufsuchen. Denn häufig steckt eine Zahnfleischerkrankung oder eine Herzerkrankung dahinter. In seltenen Fällen liegt auch die Ursache im Nasen–Hals–Rachen-Raum. Verschiedene Diäten sowie eine kohlenhydratarme Ernährung zählen ebenfalls zu den Ursachen von dauerhaftem Mundgeruch. Aber auch Stress und hormonelle Veränderungen wie in der Pubertät, der Schwangerschaft oder den Wechseljahren können für schlechten Atem sorgen.