Ernährung

Periode & Schokolade – ein mysteriöses Dream Team

Egal wie gesund frau sich grundsätzlich ernährt - während der Tage ist alles anders ! /Bild: Fotolia
Periode & Schokolade – ein mysteriöses Dream Team
Catharina Kaiser

Egal wie gesund man sich ernährt – während der Periode mutieren bei fast jeder Frau Schokolade und Süßigkeiten zum Hauptnahrungsmittel. Die kleinen Versuchungen und süßen Hochgenüsse sollen einen zumindest kurzfristig vom Leid erlösen und die Woche ein bisschen ertragbarer machen. Kein Wunder also, dass viele Frauen einen ganzen Notfall Vorrat an Schokolade anlegen, wenn es mal wieder so weit ist. Doch warum gehören diese beiden Dinge eigentlich derart fest zusammen? Ernährungswissenschaftlerin Melanie McGrice hat nun alls wissenschaftlichen Theorien zusammengefasst, welche die Forschung bis lang zum Thema Schokolade während der Tage aufstellen konnte.

Schokolade als Aufmunterung

Die meisten Menschen vermuten hinter den schokoladigen Gelüsten vermutlich ein hormonelles Ungleichgewicht, dass mit dem Menstruationszyklus einhergeht. Sobald die Progesteron- und Östrogenspiegel zu Beginn der Periode absinken, löst das nämlich Heißhungerattacken aus. Zudem sinkt noch der Serotoninspiegel, während sich der Cortisolspiegel ständig erhöht. Der Rückgang des Wohlfühlhormons, zusammen mit dem Anstieg von Stresshormonen, führt dann schon mal zu eher ungesunden Gelüsten. In irgendeiner Art und Weise soll die Nascherei aufheitern und einen wieder fröhlich machen. Wenn sich das Serotonin verabschiedet, muss eben die Schokoladentafel herhalten. Auch wenn diese Theorie inzwischen in den Köpfen verankert ist, so gibt es erstaunlicherweise keine wissenschaftlichen Belege für diesen Zusammenhang. Demnach untersuchen Forscher nun die psychologischen Ursachen für den monatlichen Bedarf an Süßem.

Eine Sache der Konditionierung

Im Rahmen einer 2004 veröffentlichten Studie wurde die Schokoladengelüste von amerikanischen und spanischen Frauen verglichen. Während Amerikanerinnen verstärkt zu Süßem griffen, wenn sie ihre Tage hatten, so neigten Spanierinnen eher während der Arbeitszeit dazu, sich mit Süßem aufzuheitern. Aufgrund dessen macht sich nun die Annahme breit, dass die Gelüste auf Schokolade und Co. durch bestimmt Signale ausgelöst werden, die sich der Mensch selbst beigebracht hat. „Es ist tatsächlich eine Mischung aus Psychologie und kultureller Konditionierung anstatt eine Nebenwirkung der Hormonschwankungen“, so McGrice. Viele Frauen assoziieren die Periode also automatisch mit dem Verzehr von Schokolade, weshalb die Gelüste erst recht verstärkt werden. Es ist sozusagen wie eine Selbstkonditionierung: Periode = Schokolade.