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Warum Sie nicht an der eingerissenen Nagelhaut kauen sollten!

Viel Feuchtigkeit schützt die Nagelhaut vor dem Einreißen. /Bild: Fotolia
Warum Sie nicht an der eingerissenen Nagelhaut kauen sollten!
Melanie Payerl

Eine eingerissene Nagelhaut kann höllisch wehtun, das weiß vermutlich jeder. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit kann eine trockene Nagelhaut leicht einreißen, was viele Menschen dazu verleitet, darauf herum zu knabbern. Dann blutet die eingerissene Haut ziemlich stark und brennt dazu noch einige Tage. Menschen mit trockener Haut neigen leichter dazu, da die Kälte die Nagelhaut spröde macht und austrocknet und sie dann leicht verletzbar ist. Wenn auch Sie gerne an der Haut rund um den Fingernagel knabbern, sollten Sie Folgendes darüber wissen!

eingerissene Nagelhaut

Warum schmerzt die eingerissene Nagelhaut?

Diese Frage lässt sich leicht beantworten, da die Nagelhaut rund um den Fingernagel liegt, verlaufen dort viele Nervenenden und Blutgefäße, das weiß auch Dr. Dawn Davis, ein Dermatologe an der Mayo Clinic in den USA. Ein Einriss der Nagelhaut ist deshalb besonders schmerzhaft, auch wenn dieser nur einige Millimeter groß ist. Meist kommt es dann zu Entzündungen und Schwellungen der Nagelhaut, die über einige Tage andauern und ziemlich schmerzhaft sein können.

Behandlung von eingerissener Nagelhaut ?

Oberste Priorität hat der Heilungsprozess. Besonders ungünstig ist es, der Versuchung nachzugeben und die abstehenden Hautreste abzureißen oder abzubeißen, da dies eine Infektion oder eine Entzündung begünstigen kann. Denn durch das Abreißen der Haut wird meist auch ein Stück gesunde Haut weggerissen, die dafür verantwortlich ist, Keime und Bakterien fernzuhalten. Offene Wunden, auch wenn diese noch so klein sind, können sich leicht infizieren. Wer also eine eingerissene Nagelhaut hat, sollte sich zuerst umgehend die Hände waschen und im Anschluss mit einer Nagelschere die abstehende Nagelhaut wegschneiden, anschließend kann noch ein Desinfektionsspray oder eine alkoholhaltige Lotion aufgetragen werden, um die kleine Wunde zu desinfizieren. Bereits entzündete Nagelhaut sollten vom Arzt behandelt werden, denn möglicherweise benötigen Sie eine antibiotische Salbe zur Behandlung.

Vorbeugen ist besser als Nachsorgen!

Handcreme

Es gibt einige Dinge, um Ihre Fingernägel und die herumliegende Nagelhaut zu schützen. Wer seine Haut regelmäßig eincremt und sie mit Feuchtigkeit versorgt, kann das Einreißen der Nagelhaut sehr gut vorbeugen. Gut hydrierte Haut reißt nur selten ein. Wer viel unterwegs ist, sollte unbedingt immer eine kleine Handcreme dabei haben, um die Hände mit Feuchtigkeit zu versorgen. Tipp: Kleine Handcremen gibt es bereits in diversen Drogerien in Reisegrößen, diese nehmen auch keinen Platz in der Tasche weg. Nach dem Duschen und Händewaschen sollten die Hände ohnehin immer eingecremt werden. Wichtig ist, dass die Creme schnell in die Haut einzieht und keinen unangenehmen Film an den Händen hinterlässt. Im Winter sollten Sie immer Handschuhe tragen, speziell bei Minusgraden, denn kalte Temperaturen trocknen die Haut zunehmend aus. Auch beim Geschirrspülen oder dem Putzen sollten Sie Handschuhe tragen, um Ihre Haut zu schützen, denn erweichte Nagelhaut neigt ebenso schnell dazu einzureißen.