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Warum Sie vor dem Schlafengehen Sex haben sollten

Orgasmen führen zu einer besseren Schlafqualität. /Bild: Fotolia
Warum Sie vor dem Schlafengehen Sex haben sollten
Melanie Payerl

Wie können Sie am besten einschlafen? Viele Menschen lesen abends noch ein gutes Buch, schauen ihre Lieblingsserie oder beschäftigen sich stundenlange mit ihren Smartphones. Forschungen haben nur aber gezeigt, dass es eine viel angenehmere Beschäftigung gibt, der wir uns abends widmen sollten, und die uns noch dazu leichter einschlafen lässt: Sex!

Sex

Eine australische Studie unter der Leitung von Schlafforscher Michele Lastella von der Universität in Queensland hat erstaunliches zu Tage gebracht, was mitunter schon viele vermutet haben. An dieser Studie haben knapp 500 Erwachsene im Alter von 18 bis 70 Jahren teilgenommen. Das Ergebnis: Mehr als 60 Prozent aller Befragten konnten besser schlafen, wenn Sie zuvor ein Schäferstündchen mit ihren Partnern hatten. Erstaunlich bei dieser Studie: Die Forscher haben herausgefunden, dass ein Orgasmus dabei die Qualität des Schlafes erheblich positiv beeinträchtigen kann. Wichtig ist dabei, dass beide zum Orgasmus kommen. Doch warum führt Sex zu einem besseren Schlaf?

Bessere Schlafqualität

Der Schlafforscher geht davon aus, dass dieser Effekt auf einen sogenannten „biochemischen Cocktail“ im menschlichen Körper zurückzuführen ist, der während dem Geschlechtsverkehr entsteht. Während dem Sex, speziell beim Orgasmus, kommt es zu einer gesteigerten Ausschüttung des Hormons Oxytocin. Durch die Ausschüttung des Kuschelhormons wird die Bildung des Stresshormons Cortisol gehemmt. Bei Frauen steigt außerdem der Östrogenspiegel nach dem Sex, was den REM-Zyklus einer Frau verbessern kann. Bei Männern wird nach dem Orgasmus das Hormon Prolaktin gebildet, was ebenfalls zu einem besseren Schlaf führt. Die Entspannung nach gutem Sex ist somit wissenschaftlich belegt.

Bett statt Bildschirm

Frau im Bett

Im Schlafzimmer spielt aber nicht nur die erotische Zweisamkeit eine große Rolle, sondern auch das Abschalten von Smartphones und anderen Elektrogeräten ist im Schlafzimmer ratsam, so Lastella. Viele Menschen verbringen abends im Bett zu viel Zeit vor dem Bildschirm ihres Smartphones. Das kann sich wiederum schlecht auf den Schlafrhythmus und die Schlafqualität auswirken. Das sogenannte blaue Licht der Smartphones und Tabletts signalisiert dem Körper, das er wach bleiben soll. Wer sich der Lust und Leidenschaft mit seinem Partner hingibt, hat auch weniger Zeit, um mit dem Smartphone zu hantieren. Der Austausch von Zärtlichkeiten spielt neben dem eigentlichen Geschlechtsakt eine ebenso wichtige Rolle. Dabei muss erwähnt werden, dass nicht die Quantität im Vordergrund steht, sondern vielmehr die Qualität. Denn was zählt ist eben nicht nur Sex, sondern auch das Kuscheln, Streicheln und Schmusen mit dem Partner.