Gesundheit

Warum wir den 30er getrost „umarmen“ können

Ein Hoch auf das 3. Jahrzehnt! Der 30. Geburtstag wird in den 20er-Jahren unseres Lebens oft gefürchtet oder kritisch beäugt: Ohne Grund, finden wir! /Bild: Fotolia
Warum wir den 30er getrost „umarmen“ können

Da ist sie nun, die besagte „3“ als erste Ziffer unserer Alterszahl – ob noch etwas vor uns oder auch schon längst eingetreten, sie wird nicht immer unbedingt positiv betrachtet. Da ist zum einen ein leichter „Abschiedsschmerz“, die 20er für immer hinter sich zu lassen. Zum anderen ist das dritte Jahrzehnt unseres Lebens häufig von hohen gesellschaftlichen und auch persönlichen Erwartungen geprägt, viele wollen sich bereits beruflich oder familiär verwirklicht sehen – der Druck steigt an. Doch dem muss nicht so sein: Begegnen wir dem 30er und allem, was danach kommt mit Freude und Zuversicht, denn vielleicht beginnt genau dann die allerbeste Zeit unseres Lebens! Doch was wird in den 30ern besser?

Mehr Erdung

grounded

Mit 20 ist alles erstmals nicht so leicht: Die 20er sind vor allem von manchmal quälenden Fragen über die Zukunft geprägt. Orientierungs- und Identitätskrisen sind da oft keine Seltenheit. Mit 30 haben die meisten von uns ihre ersten Ziele bereits erreicht: Zeit also, um insgesamt ein wenig ruhiger zu werden und das Leben etwas lockerer zu betrachten. Manche Entscheidungswege wurden uns bereits in den 20er Jahren abgenommen und wir können uns auf einem „Zwischenplateau“ einmal etwas ausruhen. Unter anderem sieht die Wissenschaft den Grund für mehr Ruhe in den 30er-Jahren auch im Kleinhirn verwurzelt. Dieses verändert sich noch bis nach den 20er-Jahren durch eine gewisse „Fokussierung“ oder „Schärfung: Ungenutzte Gehirnverbindungen werden mit der Zeit eliminiert und die genutzten gestärkt. Mit der Ausgeglichenheit des Älterwerdens stellt sich allgemein ein allmähliches Gefühl der allgemeinen Akzeptanz der Dinge ein.

Mehr Selbstakzeptanz und bessere Beziehungsqualitäten

self acceptance

Mit dem eben erwähnten, sich langsam breitmachenden Gefühl der erhöhten Akzeptanz steigt meist auch die Selbstakzeptanz: Und dies macht uns auch vor allem in der Beziehung zu uns selbst sowie innerhalb einer Beziehung zu einem besseren Partner.  In den 30ern nimmt der Druck, sich anzupassen, meist etwas ab. Wir haben uns nun schon besser kennengelernt und wissen besser, was wir wollen, sowie vor allem aber, was wir NICHT wollen. Auch in einer Beziehung wird häufiger reflektiert: Wir fragen uns häufiger, was WIR wirklich wollen und was UNS selbst zufriedenstellt. Dies manifestiert sich auch im Intimleben, wo wir uns selbst höher schätzen und Wünsche offener äußern. Mehr Selbstvertrauen und Reife sind darüber hinaus ausgezeichnete Begleiter, um sich von Abhängigkeitsgefühlen in der Beziehung zu befreien.

Weniger Unsicherheit

self confidence

Mit erhöhter Selbstakzeptanz und Erdung geht auch eine verstärkte eigene Selbstsicherheit einher. Diese bereichert uns vor allem durch das Gefühl, sich nicht vor anderen beweisen zu müssen, ruhig ehrlich sein zu können und nicht auf die Bestätigung anderer Menschen angewiesen zu sein. Durch das Wegfallen des Gefühls, sich behaupten zu müssen, sinkt unser Bedürfnis nach Rebellion und steigt manchmal jenes, sich in andere Menschen etwas mehr hineinzuversetzen.

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