Private Krankenversicherung

Was bedeutet eigentlich „Wahlarzt“ ?

Was bedeutet eigentlich „Wahlarzt“ ?
Supermed

Diese Frage gewinnt zunehmend an Bedeutung, denn: 59 % aller niedergelassenen Ärzte in Österreich sind Wahlärzte (= Privatärzte) – in Wien sind es sogar 66 %.

Als „Wahlarzt“ bezeichnet man Ärzte, die keinen Vertrag mit einer bestimmten / allen Krankenkasse (GKK, BVA, SVA, KFA, …) haben. Der Wahlarzt kann dadurch seine erbrachten Leistungen nicht direkt mit der Krankenkasse abrechnen – d.h. Sie können Ihre e-card hier nicht benutzen.

Abrechnung und Kostenerstattung

Endlich: Krankenversicherung bei bestehender Schwangerschaft!
Erstmalig ist es in Österreich möglich auch bei bestehender Schwanger-schaft eine Krankenversicherung abzuschließen, die alle Kosten der Schwangerschaft und Geburt abdeckt.
Inklusive Pränataldiagnostik beim Privatarzt Ihres Vertrauens, Entbindung in Privatklinik / Sonderklasse Ihrer Wahl.

Patienten haben das Recht sich einen Arzt ihrer Wahl (Wahlarzt) auszusuchen, auch wenn dieser Arzt keinen Vertrag mit der Krankenkasse des Patienten hat. Da der Wahlarzt die ärztlichen Leistungen nicht direkt mit der Krankenkasse des Patienten abrechnen kann, stellt der Wahlarzt eine Honorarnote aus, die vom Patienten vorerst beglichen wird. Darauf folgend kann der Patient diese Honorarnote (inkl. der Zahlungsbestätigung) bei seiner Krankenkasse einreichen und teilweise Kostenerstattung beantragen.

Der Patient erhält 80% jenes Betrages rückerstattet, den ein Kassenarzt (nach Kassentarif) für dieselbe Leistung erhalten würde (rechtliche Grundlage: § 131 ASVG). Hier gilt zu beachten, dass dies nicht zwangsläufig 80% der bezahlten Honorarnote beim Wahlarzt ausmachen muss, da Wahlärzte in der Gestaltung Ihrer Honorare nicht an Kassentarife gebunden sind bzw. es sich auch um reine Privatleistungen handeln kann.

Beispiel:

Honorar für eine Schwangerschaftsuntersuchung gem. Mutter-Kind-Pass bei einem Wahlarzt für Gynäkologie & Geburtshilfe:  120 Euro

Wenn Sie diese Honorarnote bei der WGKK zwecks Kostenersatz einreichen, erhalten Sie eine Rückvergütung i.H. von: 18,03 Euro

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