Gesundheit

Was bedeutet es, wenn man in Albträumen nachts nicht schreien kann?

Albträume können unangenehm sein und uns den Schlaf rauben! /Bild: Fotolia
Was bedeutet es, wenn man in Albträumen nachts nicht schreien kann?
Melanie Payerl

Jeder hatte schon einmal einen Albtraum und ist aufgrund dessen wach geworden. Davon gejagt zu werden, angegriffen oder erschreckt zu werden – es sind keine schönen Szenarien, die uns in unseren Träumen begegnen können. Oftmals versucht man während eines Albtraums zu schreien, aber es kommt einfach kein Ton heraus. Wer das bisher noch nicht in Frage stellte, der sollte an dieser Stelle weiterlesen. Denn so viel sei gesagt, es gibt einen Grund dafür, dass es während Albträumen schwer fällt, einen Ton herauszubringen.

Was sagt die Traumdeutung?

Albtraum

Die Traumdeutung geht davon aus, dass der Verlust der Stimme während eines Albtraums damit zu tun hat, dass man Schwierigkeiten hat, sich im Wachzustand ausdrücken. Wer regelmäßig unter Albträumen leidet, bei denen immer wieder die Stimme wegbleibt, obwohl zu schreien versucht wird, der sollte seine Persönlichkeit reflektieren – denn oftmals sagen wir nicht was wir uns denken. Nichtsdestotrotz sollten Träume nicht zu wörtlich genommen werden. Träume sind Metaphern – eine Art und Weise des Gehirns, Informationen zu verarbeiten, während wir schlafen. Eine Traumtheorie besagt, dass Träume unter anderem Prozesse des Lernens verkörpern, die in verschiedenen Phasen des Schlafens stattfinden, besonders aber in der REM-Schlafphase, so der Schlafmediziner Dr. Dennis Rosen.

Emotionale Blockade

Albtraum

Wer emotional blockiert ist, dem fällt vermutlich auch nicht auf, dass er sich gerne anders ausdrücken würde. Während des Schlafens verarbeitet unser Gehirn jedoch diese Informationen und speichert sie. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich mit seinen Emotionen und Gefühlen zu beschäftigen. Wenn man davon träumt, seine Stimme zu verlieren, kann das auch bedeuten, die Kontrolle über sein Leben zu verlieren oder Angst vor seinem Leben zu haben. Wer seine Gefühle nicht zeigen möchte oder zeigen kann, dem kann es helfen in ein Kissen zu schreien oder während eines Spaziergangs im Wald alles rauszulassen. Schreien kann uns dabei helfen, unsere negativen Emotionen loszuwerden. Wer nicht der Schreityp ist, kann stattdessen auch laute Musik aufdrehen und mitsingen, das musikalische Talent steht dabei nicht im Vordergrund. Wer bemerkt, dass er sich in vielen Situationen gerne anders ausdrücken würde, der kann auch mit Freunden oder einem Therapeuten über seine Probleme sprechen. Hilfe in Anspruch zu nehmen ist keine Schande. Auch dann nicht, wenn es sich um Albträume handelt.