Gesundheit

Was bei einem romantischen Kuss in unserem Körper passiert

Ein Kuss ist wohl einer der schönsten Ausdrücke von Liebe und Verbundenheit. / Bild: Fotolia.
Was bei einem romantischen Kuss in unserem Körper passiert

Ein tiefer Blick in die Augen des oder der Liebsten, Schmetterlinge im Bauch und ein knisterndes Gefühl von Romantik und Spannung und dann: Ein leidenschaftlicher, langer Kuss, der alles, wirklich alles um uns herum vergessen lässt. Wenige Dinge wurden in Film und Literatur sowie auch in der Musik und auch der bildenden Kunst so detailreich und häufig beschrieben und zelebriert wie das Küssen. Jemanden zu küssen wird von vielen als ein wahres Hochgefühl, ja sogar als eines der schönsten Freuden des Lebens erklärt. Und das hat auch seinen biologischen Background, denn: Küssen bewirkt einen wahren Hormoncocktail.

Entspannung und Glück

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Für das besonders intensive Empfinden hauptverantwortlich sind die beinahe unzähligen Nervenenden auf unseren Lippen. Dabei werden neben schmerzlindernden Endorphinen auch das „Kuschelhormon“ Oxytocin und das Glückshormon Serotonin freigesetzt, welche uns glücklich und entspannt werden lassen und Zuneigung und Bindung fördern können. Schöner Nebeneffekt: Beim Küssen wird auch der Cortisolspiegel und damit der Stresslevel gesenkt.

Aktivierung

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Gleichzeitig führt Küssen zu einer vermehrten Ausschüttung von Adrenalin und Dopamin, was unseren Pulsschlag schneller werden lässt und uns motiviert. Die Atmung gewinnt an Intensität, die Blutgefäße erweitern sich und es wird mehr Sauerstoff ins Blut gebracht. Auch der Stoffwechsel kommt richtig in Schwung, was sogar zu einem leichten Anstieg der Körpertemperatur führen kann. Durch das Küssen wird darüber hinaus mehr Speichel produziert, was wiederum das Risiko für Karies senkt und somit auch für unsere Zahngesundheit förderlich ist.

Mini-Workout

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Beim Küssen werden sämtliche Muskeln unseres Gesichts und Körpers aktiviert. Dabei werden ganz nebenbei sogar einige Kalorien verbrannt. Forscher fanden heraus, dass ein leidenschaftlicher Kuss, der auch etwas Petting beinhaltet, sogar bis zu 90 Kalorien pro Stunde verbrennen könnte – wenn das nicht eine schöne Art ist, seine Fitness positiv zu beeinflussen!

Bakterienaustausch

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Dass beim Küssen Speichel und damit auch Bakterien und Viren ausgetauscht werden können, klingt erstmals nicht so prickelnd. So werden wir bei einem einzigen Kuss mit Millionen von potentiell krankmachenden Bakterien und Viren des Kusspartners konfrontiert, was unser Immunsystem allerdings effektiv stimulieren kann. Forscher einer Studie fanden zudem heraus, dass Paare, die sich regelmäßig küssen, mit der Zeit ein ähnliches Mikrobiom im Speichel aufweisen. Doch Vorsicht: Beim Küssen können neben banalen Erkältungsviren auch Herpes, Hepatitis B oder das Epstein-Barr-Virus übertragen werden.

Vorspiel

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Zu einem gefühlvollen und heißen Vorspiel gehören leidenschaftliche Küsse. Mit intimen Küssen steigt automatisch der Grad der Erregung, was vor allem dem Anstieg des Sexualhormons Testosteron im Speichel zu verdanken ist. Das Küssen bereitet uns dabei nicht nur mental, sondern auch körperlich perfekt auf leidenschaftliche Momente mit dem oder der Liebsten vor.