Was bei Verstopfung wirklich hilft !

Niemand spricht gerne über die Verdauung, doch es ist ein wichtiges Thema ! /Bild: Unsplash
Was bei Verstopfung wirklich hilft !
Melanie Payerl

Der Stuhlgang ist zwar nach wie vor ein Thema, über das niemand gerne spricht, nichtsdestotrotz ist die Darmentleerung überlebenswichtig. Wer bereits einmal an Verstopfung litt, weiß wie unangenehm das sein kann. Verstopfung bezeichnet einen unregelmäßigen harten Stuhlgang, der häufig von Blähungen und Schmerzen begleitet wird. Gnau genommen spricht man von Verstopfung, wenn weniger als dreimal pro Woche Stuhl abgegeben wird. Betroffene klagen außerdem häufig über das Gefühl der unvollständigen Entleerung und Bauchkrämpfe. In Österreich leiden bis zu 30 % der Bevölkerung teilweise an Verstopfung. Aufgrund der weiblichen Hormone sind Frauen, speziell schwangere Frauen, häufiger betroffen als Männer.

Toilette

Wie kommt es zur Verstopfung ?

Eine Verstopfung wird durch vielerlei Faktoren begünstigt wie etwa durch Flüssigkeitszufuhr, Bewegung, Stress und falsche Ernährungsgewohnheiten. Natürlich können auch andere Ursachen eine Verstopfung herbeiführen wie beispielsweise eine Stoffwechselerkrankung, Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, oder Schilddrüsenerkrankungen. Oftmals liegt es tatsächlich an einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr. Denn Flüssigkeit macht den Stuhl weicher und sorgt dafür, dass dieser im Darm schneller vorangetrieben wird, was wiederum zu einer schnelleren Stuhlentleerung führt. Dr. Manfred Stöger weiß, dass die Kombination der bereits genannten Ursachen der Hauptgrund bei Verstopfungen ist. Stöger nennt aber auch die psychische Gesundheit als Faktor, der die Darmgesundheit beeinträchtigt. Gestresste Menschen nehmen sich häufig zu wenig Zeit für den Toilettengang und unterdrücken auf diese Weise den Stuhlgang.

Abhilfe bei Verstopfung

Keine Angst: Niemand muss nun sofort zur Apotheke eilen, um abführende Medikamente zu besorgen. An dieser Stelle sind sich Ärzte einig! Um der Verstopfung den Kampf anzusagen sollten in erster Linie die Essgewohnheiten geändert werden. Das Zauberwort heißt Ballaststoffe – diese sind in Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, sowie getrocknetem Obst und diversen Samen wie etwa Chiasamen und Leinsamen enthalten. Wer seine Ernährung überdenkt, mehr Ballaststoffe in seine Ernährung integriert, genügend trinkt, das bedeutet mindestens 1,5 Liter und regelmäßig Sport treibt wird das Problem mit dem unregelmäßigen Stuhlgang bald in den Griff bekommen.

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Arztbesuch

Wenn auch eine ballaststoffreiche Ernährung, sowie Sport und ein geändertes Trinkverhalten nicht den gewünschten Effekt bewirken, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Denn in manchen Fällen kann eine Verstopfung auch Symptom für eine Erkrankung des Darms sein. Abführmittel sollten bei Obstipation, so wird Verstopfung im Fachjargon bezeichnet, nur unter Absprache mit dem Arzt angewendet werden. Dr. Stöger warnt vor dem Missbrauch von Laxativen, denn diese können Leberschäden, sowie einen Kaliummangel oder eine Elektrolytstörung im Blut herbeiführen.