Gesundheit

Was der Schlaf über Herz-Kreislauf-Erkrankungen aussagen kann?

Unser Schlafverhalten kann Aufschluss über Erkrankungen geben /Bild:Fotolia
Was der Schlaf über Herz-Kreislauf-Erkrankungen aussagen kann?
Melanie Payerl

Jeder Mensch verbringt im Durchschnitt ein Drittel seines Lebens damit zu schlafen. Sechs bis acht Stunden sollte jeder täglich mindestens ruhen. Während dem Schlafen passiert weitaus mehr, als wir uns vorstellen können. Schlafwissenschaftler beschäftigen sich unter anderem damit herauszufinden, was das Schlafverhalten über unsere Gesundheit aussagt. Anhand der REM-Schlafphase können Neurologen sogar Demenz oder Parkinson vorhersagen. Die REM-Phase wird auch als „Rapid Eye Movement“-Phase bezeichnet. Das ist jene Phase des Schlafs in der wir unsere geschlossenen Augen schnell bewegen und währenddessen wir intensive Träume erleben.

Schlaf und Herz-Kreislauf Erkrankungen

Sowohl der Schlaf, als auch Schlafstörungen spielen bei Herz-Kreislauf Erkrankungen eine nicht unwesentliche Rolle. Sicher ist, dass in den ersten Stunden nach dem Aufwachen ein höheres Risiko für einen plötzlichen Herztod besteht. Dies kann mitunter daran liegen, wie viel Arbeit das Herz zu leisten hat, wenn wir morgens aufstehen und uns bewegen. Herz-Kreislauf Erkrankungen zählen in den Industriestaaten dieser Welt zu den häufigsten Todesursachen. In den USA sterben täglich 2600 Menschen daran. Zu den häufigsten Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zählen unter anderem Bluthochdruck, Herzinfarkt, Brustschmerzen und angeborene Herzfehler.

„Schlafapnoe“

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„Schlafapnoe“ ist eine Schlafstörung, die auftritt, wenn Gewebe auf der Rückseite des Halses die Atemwege blockiert. Das passiert sehr häufig, da sich im Schlaf die Muskeln des Halses entspannen. Bei einer Schlafapnoe hört man auf zu atmen, anschließend wachen Betroffene auf, das geht so schnell, dass es die Betroffenen in der Regel nicht wahrnehmen. Menschen mit einer Schlafapnoe haben ein erhöhtes Risiko an Bluthochdruck zu erkranken, da die Schlafapnoe bewirkt, dass der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt, was wiederum den Herzschlag beschleunigt. Dies ist jedoch eine Belastung für das Herz, denn die an das Herz abgegebene Sauerstoffmenge nimmt ab, wenn das Herz mehr Sauerstoff benötigt. Studien haben gezeigt, dass Schlafapnoe das Risiko an einer koroanen Herzkrankheit zu eranken, erhöht. Bluthochdruck und Schlafapnoe sollten in jedem Fall behandelt werden, denn so kann das Risiko an einer koroanen Herzerkrankung zu erkranken verringert werden. Eine Schlafapnoe wird in der Regel in einem Schlaflabor diagnostiziert, dabei werden Sensoren an verschiedenen Körperstellen angebracht, die diverse Werte wie etwa den Sauerstoffgehalt im Blut messen. Es ist wichtig, dass der Arzt feststellen kann, ob eine Schlafstörung für Bluthochdruck verantwortlich ist.