Frauenmedizin

Was hat Vitamin D mit der Fruchtbarkeit zu tun?

Die Mehrheit der Frauen leidet unter einem Vitamin-D-Mangel. Dabei ist gerade Vitamin D essentiell für die Schwangerschaft. /Bild: Fotolia
Was hat Vitamin D mit der Fruchtbarkeit zu tun?
Melanie Payerl

Viele wissen, dass Vitamin D essentiell für gesunde Zähne und die Knochen ist. Frauen, die in naher Zukunft schwanger werden möchten, sollten an dieser Stelle hinhören: Denn Vitamin D kann auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, ergab eine aktuelle Studie.

Schwangerschaft

Eine Studie, die im Fachjournal The Lancet veröffentlicht wurde, fand heraus, dass ein normaler Vitamin-D-Spiegel vor der Empfängnis die Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt erhöht. Ein hoher Vitamin-D-Spiegel verringert auch das Risiko einer Fehlgeburt. Für alle Frauen, die in nächster Zeit vorhaben, schwanger zu werden, sind diese neusten Forschungsergebnisse besonders bedeutend. Auf diese Weise können Fehlgeburten sowie Unfruchtbarkeit eingeschränkt werden. Vitamin D steht bereits seit längerem unter Verdacht, die weibliche Fruchtbarkeit zu unterstützen und die männliche Spermienanzahl zu verbessern. Es wird ebenfalls vermutet, dass Vitamin D zur Balance des weiblichen Hormonhaushalts beiträgt. Bei bis zu 70 Prozent der Frauen, die sich künstlich befruchten lassen möchten, wird ein Vitamin-D-Mangel festgestellt. Ein Grund mehr dafür, dass Frauen vor der Familienplanung auf ihren Vitamin-D-Spiegel achten sollten.

Vitamin D-Werte

Normalerweise sollten die Vitamin-D-Werte zwischen 20 ng/ ml und 50 ng/ ml liegen. Liegen die Werte unter 12 ng/ml gelten diese als mangelhaft. Ein Vitamin D-Mangel äußert sich in der Regel mit unspezifischen Symptomen, die häufig übersehen oder auf andere gesundheitliche Mängel zurückgeführt werden. Zu den Mangelescheinungen zählen etwa Leistungsschwäche, Konzentrationsprobleme, Schwindelgefühle oder Kopfschmerzen. Es handelt sich tatsächlich um relativ unspezifische Symptome. Im Frühling und während der Sommermonate reichen bereits 20 bis 30 Minuten an täglichem Sonnenlicht, um die körpereigenen Vitamin-D-Speicher aufzufüllen. In der kalten Jahreszeit sieht das jedoch anders aus.

Vitamin-D-Speicher auffüllen

Sonne

Die Vitamin-D-Versorgung findet im Regelfall durch die körpereigene Produktion in Kombination mit der Sonne statt. Es gibt jedoch auch viele Lebensmittel, die reich an Vitamin D sind und bestens geeignet sind, um den Vitamin-D-Speicher etwas zu füllen. Dabei kann zwischen tierischen Quellen wie Thunfisch, Sardinen, Lachs, und Eigelb und pflanzlichen Quellen wie Pilzen und Avocados unterschieden werden. Vor allem für Vegetarier und Veganer ist es schwierig, den Vitamin-D-Haushalt im Winter aufrecht zu erhalten. In diesem Fall empfehlen Experten Nahrungsergänzungsmittel. Im Winter leiden besonders viele Menschen an einem Vitamin-D-Mangel, egal ob Vegetarier oder nicht. Aus diesem Grund zählen Vitamin-D-Präparate zu den vermutlich sinnvollsten Nahrungsergänzungspräparaten. Bevor jedoch zu Nahrungsergänzungstabletten gegriffen wird, sollte ein Arzt aufgesucht werden um zu testen, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt.