Familie

WHO schlägt Alarm: Zu viel Zucker und Süßstoffe in Babynahrung

Laut WHO verstecken sich in zahlreichen "Babyprodukten" Zucker und Süßungsmittel/ Bild: Fotolia
WHO schlägt Alarm: Zu viel Zucker und Süßstoffe in Babynahrung
Paulin Klärner, BA

Die WHO-Regionalbüros für Europa haben vor kurzem zwei neue Studien zum leidigen Thema „Zucker“ veröffentlicht. Hierfür haben die Forscherteams Babynahrung aus europäischen Städten unter die Lupe genommen. Das Fazit: Viel zu viel „versteckter“ Zucker! Insgesamt wurden rund 8000 Produkte aus Wien, Budapest, Haifa und Sofia untersucht. Etwa ein Drittel der als „Babynahrung“ (für Babys unter 6 Monaten geeignet) gekennzeichneten Produkte enthielt demnach Zucker und andere Süßungsmittel.

Die Folgen?

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Wie bereits mehrere medizinische Studien der vergangenen Jahren bestätigt haben, hat eine zuckerreiche Ernährung zahlreiche negative Auswirkungen auf den Körper – umso mehr auf den sich entwickelnder Kinder. Karies und Übergewicht sind nur zwei der vielen Folgeerkrankungen, deren Risiko durch Zuckerkonsum enorm erhöht wird. Außerdem beeinflusse jener bei Kindern die Entwicklung der geschmacklichen Vorlieben extrem – wer also schon früh viel Zucker zu sich nimmt, wird demnach auch im Jungend- und Erwachsenenalter eher zu zuckerhaltigen Lebensmitteln greifen. Schon seit mehreren Jahren empfiehlt die WHO auch deshalb, Babys (wenn möglich) die ersten 6 Monate ausschließlich zu stillen – so kann auf zusätzliche Nahrung verzichtet werden und die Kleinen bekommen mit der Muttermilch ohnehin alle Nährstoffe, die sie brauchen.

„Eine gute Ernährung im Säuglingsalter und in der frühen Kindheit bleibt auch weiterhin der Schlüssel zum Erfolg, um bei Kindern optimales Wachstum und eine optimale Entwicklung und im späteren Verlauf des Lebens bessere gesundheitliche Resultate – wie etwa die Verhinderung von Übergewicht, Adipositas und ernährungsbedingten nichtübertragbaren Krankheiten – gewährleisten zu können“, so WHO-Regionaldirektorin für Europa, Dr. Zsuzsanna Jakab.