Gesundheit

WHO warnt: E-Zigaretten keinesfalls eine „gesunde Alternative“

E-Zigaretten werden gerne als "gesunde Alternative" zum Rauchen beworben. Von "gesund" kann jedoch laut WHO keine Rede sein/ Bild: Fotolia
WHO warnt: E-Zigaretten keinesfalls eine „gesunde Alternative“
Paulin Klärner, BA

Sogenannte „elektronische Nikotinabgabesysteme“ (ENDS), bei denen mit Nikotin versehene Flüssigkeiten verdampfen, liegen im Trend. Die E-Zigarette wird gerne als „gesunde Alternative“ verkauft – dies ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) allerdings nicht der Fall.

E-Zigarette

Zwar weniger schädlich, aber keinesfalls unbedenklich

Laut Vinayak Prasad, Tabakexperte der WHO, sterben jährlich mehr als 8 Millionen Menschen an den Folgen von Aktiv- und Passivrauch. E-Zigaretten enthalten zwar weniger Schadstoffe als herkömmliche „Tschik“, weisen jedoch neben Nikotin auch metallhaltige Schwebestoffe auf, die Herz und Lunge stark belasten, so Prasad. Eine unter der Leitung der Harvard T.H. Chan School of Public Health durchgeführte Studie zeigte bereits, dass vor allem zwei in E-Zigaretten enthaltene Aromastoffe die Gesundheit beeinträchtigen können: Die Aromastoffe Diacetyl und 2,3-Pentandion. Die Ergebnisse der Untersuchung bestätigten, dass jene Stoffe den Abtransport von Schleim und Fremdstoffen in den Atemwegen hemmen und folglich zu chronischen Lungenerkrankungen führen können.

Ob durch den Genuss von E-Zigaretten auch das Krebs-Risiko erhöht wird, ist aktuell noch unklar – diese Frage werden Langzeitstudien in den nächsten Jahren klären. E-Zigaretten sind jedoch „unzweifelhaft schädlich und sollten daher Vorschriften unterliegen“, heißt es im aktuellen Bericht der WHO zum weltweiten Tabakkonsum. Strengere Regulierungen für den Konsum von E-Zigaretten sollen etwa auch ein absolutes Rauchverbot in Nichtraucher-Zonen umfassen.