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Wie Dating Apps in 7 Schritten das Selbstbewusstsein zerstören

Das Selbstbewusstsein wird ganz schnell davon abhängig, ob jemand nach links oder rechts wischt ... /Bild: Fotolia
Wie Dating Apps in 7 Schritten das Selbstbewusstsein zerstören
Catharina Kaiser

Beim Online-Dating begeben sich viele nicht nur auf die Suche nach der Liebe, sondern auch nach dem einen oder anderen Kick für das Selbstbewusstsein. Denn ob Tinder, Badoo oder Lovoo – Dating Apps gibt es wie Sand am Meer. Erstaunlich dass nur wenige zugeben, Nutzer dieser Apps zu sein und dennoch alleine in Deutschland über 2 Mio. Tinder-User gezählt werden. Die große Liebe durch Dating Apps zu finden versuchen ist also inzwischen so normal geworden, wie bei Google nach einem Kochrezept zu suchen. Der Wunsch, die Liebe im echten Leben zu treffen, wirkt da schon beinahe romantisch altmodisch. Obwohl sich laut Studien die meisten Tinder Nutzer nichts anderes, als einen „Selbstbewusstseins-Kick“ erhoffen, muss die Nutzung solcher Dating Apps nicht immer positiv sein. Das ganze Wischen in alle Himmelsrichtungen kann dem Selbstbewusstsein nämlich genau so einen Tritt, statt dem gewünschten Kick, verpassen. „Online Dating ist quasi ein Wettstreit mit den Menschen links, rechts über oder unter einem“, so Clarissa Silva, Verhaltensforscherin und Gründerin von „You’re Just A Dumbass“. Und dabei kann man eben nicht immer gewinnen, was in Sachen Selbstbewusstsein auf Dauer negativ sein kann. Hier 7 Anzeichen dafür, dass die Liebesbeziehung mit Ihrer Dating-App Ihr Selbstwertgefühl beeinträchtigt:

Dating Apps als Kick für das Selbstbewusstsein

Dank der enormen Anzahl an Suchoptionen und Angaben in Dating Apps, suchen Menschen nach ganz spezifischen Qualitäten, die ihnen zusagen. Letzten Endes hofft man dadurch den ultimativen Treffer zu finden. Und die vielen Anfragen von unterschiedlichen Menschen können sicherlich beflügelnd sein. Doch wenn die Nachrichten von Menschen kommen, mit denen man sich normalerweise nicht treffen würde, so wird das Selbstbewusstsein negativ beeinflusst. Einer Studie von LendEDU mit 10.000 Teilnehmern zufolge, würden 44 % der Tindernutzer die App nur dazu verwenden, um sich „besser“ zu fühlen. Wie eine 2016 veröffentlichte Studie University of North Texas allerdings zeigt, wirken sich Dating Apps negativ auf das Selbstbewusstsein und Körpergefühl beider Geschlechter aus. Auch wenn sogenannte Swiping-Apps, wie Tinder, als harmloser Spaß gesehen werden, sind Menschen enorm von ihren online „Erfolgen“ oder „Misserfolgen“ beeinflusst.

1. Veränderungen werden sichtbar

Das Gute und zeitgleich oft Nervenaufreibende an Familie und Freunden ist, dass sie immer direkt sind. Sie halten einen praktisch den Spiegel vor und machen auch auf negative Punkte aufmerksam. Kein Wunder also, dass diese Menschen vermutlich die ersten sind, die Veränderungen in Ihrem Verhalten feststellen können. Beginnt das Selbstwertgefühl unter den Dating Apps zu leiden und man selbst damit, sich ständig über irgendwelche „Probleme“ zu beschweren – so werden Freunde und Familie das bemerken und hoffentlich ihre Meinung dazu äußern.