Frauenmedizin

Wie der Menstruationszyklus unser Wohlbefinden beeinflusst

Der Menstruationszyklus nimmt einen entscheidenden Einfluss auf körperliches wie psychisches Wohlbefinden. /Bild: Fotolia
Wie der Menstruationszyklus unser Wohlbefinden beeinflusst

Ebbe & Flut: Im Rahmen des Menstruationszyklus erleben Frauen Wechselbäder der Gefühle und Stimmungen. Besonders bekannt ist das negativ konnotierte prämenstruelle Syndrom, von dem viele Frauen mehr oder weniger vor ihrer Periode betroffen sind. Um die Zeit der Ovulation wiederum erleben viele Frauen eine wahre Hochstimmung. Wie die Hormonschwankungen Einfluss auf unser körperliches wie seelisches Wohlbefinden nehmen, erfahrt ihr hier:

Die follikuläre Phase

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Mit dem ersten Tag der Periode beginnt die follikuläre Phase, welche etwa bis zu zwei Wochen andauert. In dieser Zeit kommt es auch zu einem Anstieg des follikelstimulierenden Hormons FSH, das zusammen mit dem luteinisierenden Hormon die Produktion von Follikeln in den Eierstöcken stimuliert. In der erster Zyklushälfte ist das Wohlbefinden in Realtion zur zweiten Zyklushälfte zumeist gesteigert. Viele Frauen haben das Gefühl, dem Alltag mit mehr Leichtigkeit und Elan begegnen zu können. Das im Körper ansteigende Östrogen ist in erster Linie für die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf eine Einnistung verantwortlich. Es sorgt daneben aber auch für ein reines Hautbild und oftmals als schöner empfundenes Haar.

Die ovulatorische Phase

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In dieser Phase kommt es durch einen raschen Anstieg des LH zu einer Freisetzung einer Eizelle aus den Eierstöcken in die Eileiter. In dieser Phase beginnt der Zervixschleim, flüssiger und spinnbarer zu werden, was sich auch meist beobachten lässt. Nun ist der Östrogenspiegel besonders hoch, was unter anderem zu einer Libidoerhöhung führt. Viele Frauen bemerken in dieser Phase meist ein wahres Stimmungshoch und auch die selbst wahrgenommene Attraktivität steigt. Studien konnten schlussfolgern, dass Insulin in dieser Zeit effektiver wirke, was sich besonders positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirke.

Die Lutealphase

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In dieser Phase kommt es zu einem Anstieg des Hormons Progesteron, das für eine Verdickung der Gebärmutterschleimhaut verantwortlich ist, um beste Konditionen für eine mögliche Einnistung zu bieten. Viele Frauen beginnen ab nun, sich launischer zu fühlen, Gefühlsschwankungen nehmen zu. Ebenso bemerken viele Frauen in dieser Phase eine Zunahme des Appetits, Heißhungerattacken treten öfters auf. An den Tagen vor den Tagen kommt es zu klassischen PMS-Symptomen. Kommt es in dieser Phase zu keiner Einnistung, fällt der Östrogen- und Progesteronspiegel ab und die Periode setzt ein.

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