Gesundheit

Wie die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten den Klimawandel beeinflussen kann

Der Klimawandel betrifft uns alle und jeder von uns kann etwas dagegen tun!/Bild: Fotolia
Wie die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten den Klimawandel beeinflussen kann
Melanie Payerl

Eine fleischlose Ernährung kann Menschen gesünder machen, das weiß jeder. Vor allem kann eine fleischlose Ernährung das Risiko an Diabetes, Herzerkrankungen und Fettleibigkeit zu erkranken, verringern. Forschungen haben nun aber auch einen weiteren Grund herausgefunden regelmäßig fleischlose Mahlzeiten zu essen. Wer mehr pflanzliche Lebensmittel als tierische isst, kann damit auch den Planeten Gutes tun. In einer Studie, die in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde, konnte herausgefunden werden, dass aufgrund des Bevölkerungswachstums sowie den anhaltenden Ernährungsgewohnheiten in den westlichen Ländern und vor allem wegen des übermäßigen Fleischkonsums die Umweltbelastung bis in das Jahr 2050 erheblich zunehmen wird.

Auswirkungen bei wachsender Weltbevölkerung sind erschütternd

Gemuese

Wenn die ganze Welt weiter wächst und noch mehr Fleisch isst, als die Menschen heute, kann das zu erschütternden Auswirkungen führen. Der Planet kann diesem Wachstum leider nicht standhalten. Um unseren Planeten noch möglichst lange zu erhalten müsste die bisherige Nahrungsmittelverschwendung halbiert werden. Außerdem müssten in der Landwirtschaft umweltfreundlichere Praktiken zum Einsatz kommen, so Studienautor Marco Springmann vom Oxford Martin Programme on the Future of Food an der University of Oxford. Eine der stärksten Maßnahmen zum Schutz unseres Planeten ist die Verringerung der Aufnahme von tierischen Lebensmitteln. Denn dadurch können negative Auswirkungen auf unseren Planeten reduziert werden: Beginnend beim Energiebedarf, Landnutzung, Treibhausgasemission, Wasserverbrauch sowie Schadstoffen und Abgase.

Wie beeinflusst der Fleischkonsum den Planeten?

Gemuese

Wenig überraschend sind es tierische Produkte, die den Großteil der lebensmittelbezogenen Treibhausgasemissionen verursachen. Genauer gesagt sind es 78 % der gesamten Emissionen im landwirtschaftlichen Sektor. Beginnend bei der Gülleemission bis hin zu den Methanausscheidungen bei Wiederkäuern. Um einen Vergleich anzustellen: Die Herstellung von Rindfleisch ist rund hundertmal so emissionsintensiv wie die Herstellung von Hülsenfrüchten, so Springmann. Hühner- und Schweinefleisch sind im Gegensatz zu Rindfleisch ebenfalls weniger emissionsintensiv. Dass nun alle Menschen Vegetarier werden, ist wohl ein Wunschtraum. Ein Kompromiss wäre Flexitatier zu werden. Bei dieser Ernährungsform stehen viel Obst, Gemüse sowie pflanzliche Proteinquellen aus Hülsenfrüchten besonders häufig auf dem Speiseplan. Fleisch, Käse, Milch und Eier werden seltener konsumiert. Im Gegensatz zu Vegetariern weisen Flexitarier mehr Flexibilität auf. Der Fleischkonsum steht also auch bei Flexitariern nicht im Mittelpunkt der Esskultur. Vielmehr geht es um die Qualität des Fleisches, also bewusst weniger Fleisch zu essen, aber dennoch qualitativ hochwertiges sowie biologisches Fleisch zu bevorzugen.