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Wie eine Trennung Ihre Gesundheit beeinflussen kann

Eine Trennung kann unsere Gesundheit negativ beeinflussen/ Bild: Giulia Bertelli on "Unsplash"
Wie eine Trennung Ihre Gesundheit beeinflussen kann
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Die Beendigung einer Beziehung ist nie leicht. Oft geht sie mit Streit, Vorwürfen und Liebeskummer einher. Aber dass diese Art der Trauer auch tatsächlich medizinische Folgen mit sich bringen kann, ist den wenigsten bekannt. Die chemischen Reaktionen, die infolge einer Trennung im menschlichen Organismus stattfinden, sind zum Teil gravierend und gleichen in schweren Fällen einem kalten Drogenentzug.

Liebeskummer als Krankheit

Die Auswirkungen einer Trennung sind oft äußerlich erkennbar. Ob Tränen, wütende Anrufe oder giftige Nachrichten, sicher musste jeder schon einmal diese unangenehmen Phasen des Schlussmachens durchleben. Doch dieser Prozess bringt noch viel tiefgreifendere Reaktionen mit sich – nämlich jene, die sich in unserem Körper abspielen. Während einer Beziehung und im Zustand der Verliebtheit schüttet unser mesolimbisches System oder auch „Belohnungssystem“, Hormone wie Dopamin und Oxytocin aus. Während ersteres dafür sorgt, dass man sich glücklich bis berauscht fühlt, stärkt Oxytocin, das auch als „Kuschelhormon“ bekannt ist, das Gefühl der Zuneigung und das Treuebedürfnis der Partner.

Die Ausschüttung dieser Hormone ist evolutionär begründet und soll dafür sorgen, dass wir uns als Paare zusammenfinden, um uns letztlich zu vermehren. Das Problem: bei einer Trennung stoppt die Produktion dieser Hormone nicht unmittelbar. Vielmehr wird durch den emotionalen Stress die Hormonfreisetzung häufig noch verstärkt, sodass das Gefühl entsteht, die Liebe würde eher verstärkt als abgemildert. Insbesondere für die Person, die verlassen wurde, führt das Getrennt-sein vom Partner zu regelrechten Entzugserscheinungen. Liebeskummer ist die Folge. Darüber hinaus wurden im Zuge einer Trennung bezeichnende Aktivitäten der vorderen Inselrinde unseres Gehirns festgestellt; in dem Bereich also, der für die Verarbeitung realer, körperlicher Schmerzen zuständig ist. Liebeskummer kann in schweren Fällen also tatsächlich als physischer Schmerz empfunden werden. Im Extremfall kann der Betroffene sogar unter tatsächlichem Herzschmerz leiden. Das so genannte Broken-Heart-Syndrom oder „Syndrom des gebrochenen Herzens“ beschreibt eine Veränderung der linken Herzkammer, die durch starken emotionalen Stress ausgelöst werden kann und in der Tat herzinfarktähnliche Symptome verursacht.

Was tun gegen den Trennungsschmerz?

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Eines der bestbewährten Mittel gegen den Trennungsschmerz ist die Ablenkung durch Sport, denn: Sport macht glücklich, wie bereits mehrfach wissenschaftlich bewiesen werden könnte. Hierbei werden die Glückshormone Dopamin und Serotonin ausgeschüttet. Letzteres wirkt darüber hinaus wie ein leichtes Schmerzmittel und kann somit nicht nur die Stimmung heben, sondern sogar physischen Schmerz lindern. Da tatsächlich Schmerzrezeptoren angesprochen werden, können milde Schmerzmittel, wie etwa Aspirin, ebenfalls eine Verbesserung des Zustands bewirken. Außerdem sollte man einen klaren Schlussstrich ziehen. Sämtliche Erinnerungsstücke sollten aus dem Sichtfeld verbannt und der Kontakt bestenfalls eingestellt werden. Jede Erinnerung an den ehemaligen Partner verstärkt den Liebeskummer erneut und sollte daher, insbesondere in der Phase der Überwindung, vermieden werden. Sollten sich allerdings beide Parteien derart schlecht fühlen, gilt es vielleicht, die getroffene Entscheidung noch einmal zu überdenken. Oft werden im Streit Dinge gesagt, die zu einer Trennung führen, die beide Partner eigentlich nicht wollten und im Nachhinein bereuen. Zudem kann eine kurze Phase des Abstands eventuell sogar dazu führen, dass beide Partner sich darüber klar werden, wie sehr sie sich den anderen doch in ihrem Leben wünschen. Bleibt nur noch die Frage: Wie bekommen Sie Ihren Ex zurück? In einem solchen Fall könnte ein klärendes Gespräch bereits die beste Medizin sein.

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