Diät

Wie Gene & DNA den Diäterfolg beeinflussen

Die genetische Grundlage wird oft unterschätzt, wenn es ums Abnehmen geht ! /Bild: Fotolia
Wie Gene & DNA den Diäterfolg beeinflussen
Catharina Kaiser

Abnehmen ist bekanntlich keine einfache Sache und der Weg zum Traumgewicht dauert meist eine gefühlte Ewigkeit. Allerdings muss daran nicht zwangsläufig die eigene Motivation schuld sein, genau so wenig wie das heimliche Naschen. Viel mehr ist es die Schuld der eignen DNA. Diese ist laut neuesten Studien nämlich hauptverantwortlich dafür ob eine Diät funktioniert oder nicht.

DNA als Diät-Stopper

Im Rahmen einer Studie testeten Wissenschaftler die Rolle der DNA indem sie Tiere auf eine für den Menschen zugeschnittene Diät setzen. Währenddessen maßen die Forscher den Blutdruck der Tiere sowie den Cholesterinspiegel, die Fettleber und den Blutzuckerspiegel. Außerdem wurden jegliche Verhaltensunterschiede, z.B. wie aktiv die Tiere waren und wie viel sie aßen untersucht. Die Ergebnisse schienen sich aber extrem zu unterscheiden und mit der jeweiligen DNA zusammenzuhängen. Während einige Tiere gesünder und fitter wurden, nahmen andere zu und legten mehr Fett an. Bei der typisch gesunden mediterranen Diät bemerkten die Forscher teilweise Verbesserungen des Blutdrucks sowie des Cholesterinspiegels teilweise jedoch Gewichtszunahme als Produkt der Genetik. Diejenigen, denen eine amerikanische Art Diät mit viel Fett und raffinierten Kohlenhydraten gegeben wurden, neigten entweder dazu stark fettleibig werden oder zeigten nur wenig Veränderungen abgesehen von einer Zunahme des Leberfettes. Zudem zeigten Ergebnisse dass einige Tiere gesünder wurden, wenn sie eine kohlenhydratarme, proteinreiche Diät ähnlich der Atkins-Art zu sich nahmen, während andere an Gewicht zunahmen oder sogar Leberschäden erlitten. Relativ ähnlich verhält es sich auch bei Menschen, die sich auf eine asiatische Ernährung konzentrieren. Typischerweise also der Konsum von Sushi und die damit verbundenen fettarmen Vorteile mit hohem Omega-3-Gehalt. „Ziel der Untersuchung war es, die optimale Ernährung zu finden, weshalb die Diäten möglichst der menschlichen Ernährung ähneln sollten. Was wir aber herausfanden war, dass die Rolle der Genetik weit unterschätzt wurde“, erklärt Studienleiter William Barrington vom Texas A & M College of Medicine.

Wie wirken Diäten

Im Rahmen der Studie zeigte sich, dass nicht nur die DNA einen wichtigen Einfluss auf den Gewichtsverlust hat, sondern dass jede Diät ganz spezielle Prozesse hervorruft. So verursachen bestimmte genetische Merkmale bei einer asiatischen Diät erhöhte Leberfette wodurch Organschäden entstehen können. Die Atkins-Diät führte bei einer Gruppe zu einer verbesserten Gesundheit, bei einer anderen aber zu negativen Reaktionen. „Sowohl der Fettanteil als auch das Cholesterin schienen sich dabei zu erhöhen. Bei anderen genetischen Merkmalstypen sank die Energie während das Körperfett stieg obwohl die Tiere nach wie vor dünn blieben“, erklärt Barrington. Das entspricht etwas dem, was man beim Menschen als „skinny-fat“ bezeichnen würde. In diesem Fall ist eine Person schlank und hat ein gesundes Gewicht, jedoch einen sehr hohen Prozentsatz an Körperfett. Auch bei der mediterranen Ernährung gab es unterschiedliche Reaktionen. während bestimmte Tiere gesünder wurden, nahmen andere sehr viel Gewicht zu. Allerdings deutlich weniger als es beispielsweise bei der amerikanischen Diät der Fall war. Die eine Diät, die wirklich für jeden Menschen ideal wäre, gibt es somit leider nicht. Und Forscher hoffen nun eines Tages genetischen Test zu entwickeln, um jedem Menschen den perfekten Ernährungsplan geben zu können.